Freitag, 29. August 2008

Spendenaufruf!!


EA droht der Untergang!


Ich bitte Euch inständig: Gebt, was ihr habt, sonst droht eine der größten wirtschaftlichen Katastrophen für diesen unseren Planeten, gegen die selbst die Weltwirtschaftskrise Ende der 20er des letzten Jahrhunderts ein Fliegenschiß sein wird.

Oh Gott! So tut doch was ... *kreisch*

. . .

Übrigens, bevor hier jemand anfängt, und beginnt diesem Vollpfosten beizupflichten, dass der Second-Handel in anderen Bereichen nicht vergleichbar wäre, weil Spiele als digitale Waren nicht verfallen, der sei darauf hingewiesen, dass zB. Bücher auch nicht "verfallen". Zudem halten Bücher trotz der Verwendung schlechten Papiers immer noch länger als eine handelsübliche CD. Ich habe hier eine Reihe von Jugendbüchern meines Vaters aus den 30ern. Riecht nach alten Büchern und das Papier ist auch schon etwas vergilbt, aber insgesamt sind sie einem sehr guten Zustand und würde auf dem Gebrauchtmarkt durchaus einen anständigen Preis erzielen. Ob ich in 70 Jahren noch eine FIFA 2006-DVD lesen kann? Und von Silberbesteck oder Goldschmuck will ich hier gar nicht erst anfangen ...

Und wenn hier jemand fragt, warum Corporate-Drohnen wie Jens Uwe Intat, EA Senior VP und General Manager for European Publishing, so einen derartigen Unfug von sich geben ...

... schönstes Beispiel: "I'd actually make the point that for us second-hand sales is a very critical situation, because people are selling multiple times intellectual property."

Oh, wow! Mir war ja gar nicht bewusst, dass EA mit jedem Spiel auch die IP mitverkauft? Ich dachte, ich kaufe nur einen Datenträger mit einer offiziell lizensierten Kopie?

... so kann ich ihm nur folgende Möglichkeiten zur Auswahl geben:

- Schneller, großer Erfolg macht gierig und dumm!
- EA ist nur stinksauer auf Ketten wie Gamestop, weil sie selbst nicht rechtzeitig auf diese Idee gekommen sind und es nun nicht mehr so einfach ist, in diesen Gebraucht-Markt einzusteigen.
- Schneller, großer Erfolg macht gierig und dumm!
- Schneller, großer Erfolg macht gierig und dumm!
- Schneller, großer Erfolg macht gierig und dumm!

13 Kommentare:

Guido hat gesagt…

Ich möchte noch anfügen, dass schneller grosser Erfolg wohl gierig und dumm macht.

Harzzach hat gesagt…

Stimmt, jetzt wo Du es sagst, fällt mir das auch auf ... ;)

Da schöne an dieser Angelegenehit ist jedoch, dass EA (und andere Publisher, die ebenfalls den Hals nicht voll bekommen können), so derart gnadenlos auf die Schnauze fallen werden, sollten sie versuchen den Gebrauchthandel einzuschränken oder unattraktiv zu machen.

Vielleicht liegt es daran, dass die Softwarebranche noch sehr jung ist, dass sie sehr schnell (wenn nicht zu schnell) gewachsen ist. Denn jung und dumm ist sie und man hat dort noch sehr viel über das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage, über Kaufkraft und über die tief in uns sitzende Emotion des "Besitzens" zu lernen.

Yuri hat gesagt…

Ohja, wenn ich meine ausgelesenen Buecher weiterverkaufe, verscherbele ich damit ja auch ganz offensichtlich merhmals "geistiges Eigentum" - und ich dachte, es handle sich lediglich um ein Buendel bedrucktes Papier... wie dumm von mir.

[Zugegebenermassen verkaufe ich fast nie Sachen weiter, aber das ist wohl mehr meiner inhaerenten Faulheit anzulasten.]

Philipp hat gesagt…

hmmmm schneller, großer erfolg macht meines erachtens nicht unbedingt gierig und dumm, problematisch wirds dann wenn der nachbar (activision blizzard) auf einen schlag viel viel mehr erfolg hat... ich glaub das macht im endeffekt gierig und dumm

Harzzach hat gesagt…

Wenn es nur EA wäre, die sich so äussern, würde ich auch sagen, dass hier scheinbar die Nerven blank liegen.

Aber es ist nicht nur Jens Uwe von EA, der hier Unsinn von sich gibt. Sony hat im Vorfeld des PS3-Releases über AGB-Inhalte spekuliert, nach denen der Weiterverkauf von PS3-Spielen untersagt werden sollte. Überall in dieser Industrie finden sich Leute in verantwortlichen Positionen, die felsenfest davon ausgehen, sie hätten einen wie auch immer gearteten Anspruch auf Umsätze mit ihren Produkten, die nach Erschöpfung der "First Sale Doctrine", bzw. des sog. Erschöpfungsgrundsatzes entstehen. Bzw. der Erschöpfungsgrundsatz würde für Software nicht gelten, weil sie ja das Anrecht auf mehr Umsätze haben, weil Software als "Geistiges Eigentum" automatisch und dauerhaft Umsätze generieren soll, sobald jemand dieses "Geistige Eigentum" nutzt.

Doch dummerweise gibt es kein Geistiges Eigentum, sondern nur Nutzungsrechte, die nicht elementare volkswirtschaftliche Grundsätze ausser Kraft setzen können, nur weil manche Rechteinhaber nicht zwischen feuchten Träumen und der Realität unterscheiden können.

Für mich sind das Wahnvorstellungen, die aus dem enorm schnellen Wachstum der Branche rühren. Man gewöhnt sich daran, nimmt zweistellige Zuwachsraten als Normalfall war und gerät selbstverständlich in Panik, wenn diese Wachstumsphase abklingt oder droht abzuklingen. Siehe auch die Herren der MI, die sich zu sehr darauf verlassen haben, dass die Goldenen 90er des CD-Boomes einfach so weitergehen würden.

TommyS hat gesagt…

Hmm... für mich ist diese Aktivierungsbeschränkung auf 3x bei MassEffect für PC und wohl auch Spore dirchaus ein erster zaghafter Versuch, einen Weiterverkaufsschutz einzuführen, denn inwiefern diese blödsinnige Restriktion (die mich im übrigen davon abhalten wird, Spore zu erwerben, denn das muss man ja nicht noch aktiv unterstützen) dem Verhindern von Raubkopien dienlich sein soll, muss mir erst mal jemand erklären.

Harzzach hat gesagt…

Der Witz ist ja ... genauso wenig, wie dieses DRM Schwarzkopien verhindert, wird es AUS GENAU DEN GLEICHEN Gründen auch den Gebrauchthandel nicht einschränken. Verkauft man sein Spiel eben mit aufgebrauchtem Install-Limit und weist den Käufer auf die dazu passenden Cracks hin. Es wird ja sogar mit Steam-Accounts gehandelt, obwohl es hier keine physischen Güter gibt. Und je beliebter digitale Vertriebsplattformen werden, umso stärker wird dieser "Graumarkt" zunehmen.

Kann man als Betreiber bekämpfen und sich in die Riege all der unfreiwilligen DonQuichotte-Cosplayer einreihen oder man kann den Kundenwünschen entgegenkommen und sogar an diesem Handel mitverdienen.

n8mahr hat gesagt…

aber wer will denn ein spiel mit aufgebrauchtem install-limit kaufen?
dann bin ich ja doch wieder auf cracks angewiesen, fliege evtl von offiziellen servern, kann evtl die neuesten patches nicht nutzen..
dann kann ich ja gleich raubmordkopieren, machts auch nich schlechter.

nene, auf sonem spiel bleibt man sitzen bzw es ist NICHTS mehr wert im weiterverkauf...

und damit ist es ein weiterverkaufsverbot durch die hintertür.

Harzzach hat gesagt…

und damit ist es ein weiterverkaufsverbot durch die hintertür.

Im Idealfall ja, sicher. Fragt sich nur, wie sich das positiv auf die Umsätze auswirken soll :)

n8mahr hat gesagt…

positiv ist daran für kunden gar nix. und die großen publisher rechnen nach:

+ weiterverkauf stark eingeschränkt, wenn nicht komplett verhindert.
dadurch vielleicht 5% mehr erstverkäufe

- alte säcke als kunden verloren, da sie aus prinzip solch "kopierschutz" meiden.


vielleicht klopft irgendwann mal einer aus der buchhaltung bei denen an und sagt: lohnt sich nicht!

Anonym hat gesagt…

Tach auch
So, jetzt hab ich aber langsam auch mal die Schna... voll von dem ganzen Mimimimi hier!! Weeste, ich kam und komme gerne aucf deine Seite, aber langsam unterscheidet sie sich nicht mehr von den ganzen `Ach es ist ja alles sooo schrecklich " Seiten.
Ey, das die ganzen Publisher und Konsorten eh alle nur auf`s Kohle machen aus sind, weiß sogar mein 10-jähriger Sohn. Und das da draussen fast alles nur Vollpfosten rumrennen, wissen wir auch schon seit geraumer Zeit. Also, besinne dich doch mal auf etwas anderes als auf Mimimimi bitte.
Ich hab dich doch auch lieb :-)

Clancy

Joe hat gesagt…

Richtig erkannt: Aktuelles Online-DRM dient dem Schutz vor dem Gebrauchtmarkt. Deshalb wird auf die Kopie eines Datenträgers auch nicht mehr geprüft. Kopien sind uninteressant.

Ein gebrauchtes Mass Effect ist übrigens tatsächlich wertlos, da es den Crack nur für die 1.00-Version gibt. Aktuelle Patches oder Addon-Content lassen sich nicht nutzen.

Ein Steam-Account hingegen läßt zumindest beliebiges Installieren zu.

Meines Erachtens sollte das Kartellamt hier knallhart einschreiten. Hier werden künstlich Barrieren errichtet von jemandem, der glaubt, die Marktwirtschaft gelte nicht für ihn.

Yuri hat gesagt…

Bei Mass Effect gibt es ein Installationslimit? Wir haben das Spiel in der Schule und ich glaube, das hat mindestens in meinem Kurs einmal die Runde gemacht...