Donnerstag, 31. Januar 2008

Das Ende der Spiele-Konsolen!!111elf!

"90% der US-DS-Nutzer klauen"
So die schreckliche Wahrheit, die ein Griffelspitzer vom britischen (!) Software-Verband der Welt verkaufen möchte. Und ich sage Euch: Das Ende der Konsolen ist nahe!! Armageddon!!!! *kreisch*

Hach, doch noch was zu Lachen an so einem grauen, trüben Januartag. Danke 4players! Und vielen herzlichen Dank an John Hillier.

Boy, you've made my day! :))))

Überbewertet?

Ich habe die Tage über, nachdem der letztwöchige Puzzle Quest-Wahn zum Glück etwas abgeklungen ist, Lust auf ein nettes, kleines, nicht übermäßig komplexes RTS-Gameplay bekommen. Die Wahl fiel auf "Age of Empires", ein Spiel, eine Serie, an der ich mich, im Gegensatz zu Blizzards Werken, noch nicht zu Tode gespielt habe. Eine Serie, von der ich aber keinen einzigen Teil jemals durchgespielt habe. Nicht einmal mit Cheats. Immer nur die ersten paar SP-Kampagnen.

Was ich beim besten Willen, rein logisch, deduktiv nicht erklären kann. Denn "Age of Empires" ist auch heute noch ein gutes, nein, ein sehr gutes Spiel. Und sein Nachfolger, "Age of Empires 2" ist für mich immer noch das beste RTS-Spiel, das ich kenne. Ein Toptitel, von dem ich auch nur ca. die Hälfte der SP-Kampagnen angerührt habe. Multiplayer sowieso nicht.

Auch "Age of Mythology" ist ein feines Spiel. Im Grunde "nur" ein AoE 2 im 3D-Gewand. Also auch ein Toptitel. Ein Toptitel, dessen SP-Kampagne ich trotz mehrfacher Versuche nie weiter als bis zu dem Abschnitt gespielt habe, an dem die Story Ägypten erreicht. Dann erstarb das Interesse.

Noch krasser war mein plötzliches Desinteresse bei "Age of Empires 3", von dem ich mir im Vorfeld einiges versprochen hatte. Hier bin ich während des Tutorials der Demo fast eingeschlafen. Und zwar nicht, weil ich ein alter RTS-Fuchs bin und man mir nichts mehr beibringen kann. AoE 3 enthielt eine Reihe von Neuerungen, die das Spielen des Tutorials sinnvoll erscheinen ließen. Ich bin fast eingeschlafen, weil das Spiel als solches so derart laaaaaaaangweilig war, so dröge präsentiert wurde. Kein Pepp, kein Pfeffer.

Und als gestern bekannt wurde, dass es "Halo Wars" NATÜRLICH auch für den PC geben wird, nun, ich habe nicht einmal mit einer Augebraue kurz gezuckt. Mir doch egal ...

Ich kann es nicht genau fassen, ich kann nicht präzise den Finger auf den wunden Punkt legen und sagen: "Hier, Da, schaut hierhin, Deswegen!". Die "Age of ..."-Reihe gehört mit zu den besten Vertretern des RTS-Genres. Technisch, spielerisch ohne Fehl und Tadel. Aber... ich bringe es nicht fertig diesen Spielen genug Aufmerksamkeit zu opfern, um hinterher sagen zu können, ich hätte sie "gespielt". Das berühmt-berüchtige Etwas, das ein Spiel haben muss, damit ich es bis zum bitteren Ende spiele, bis zur Vergasung. Wie erst letzte Woche ein Puzzle Quest. Oder ein Final Fantasy, bei dem ich mich selbst durch unfaire Bosskämpfe oder bescheuert gelegte Savepoints nicht vom vergnüglichen Durchspielen abhalten lasse. Oder, bleiben wir im RTS-Genre, ein Starcraft, bei dem ich nur zum Schluss, bei den abschliessenden Missionen des Hauptprogrammes und des Addons zum Cheat gegriffen habe, weil ich ungeduldig endlich das Ende erleben wollte.

Von daher ... Ensemble Studios sind für mich überbewertet, deutlich überbewertet. Weil sie zwar technisch und spielerisch einwandfreie und qualitativ hochwertige Titel produzieren können, es ihnen dennoch nicht gelingt mich emotional zu packen. Technisch perfekte, aber langweilige Ingenieurskunst. Kalt, lieblos, maschinenhaft.

Ich bin gespannt, ob ich es diesmal schaffe, zumindest die erste Kampagne des AoE1-Addons zu spielen ...

Mittwoch, 30. Januar 2008

Mene Mene Tekel Upharsin

Und Der Herr schrieb mit brennenden Lettern eine Warnung auf meinen Monitor, auf dass ich mir doch endlich einen neuen Rechner kaufen solle!

Weil, nun, vorhin wollte ich mir eigentlich nur den neuen Trailer für "Turning Point - Fall of Liberty" anschauen. Ein HD-Video. Welches auf meinem Rechner so derart ruckelte, dass es nicht anzuschauen war.

Hmmm, einst hat man während des Spielens gemerkt, dass man sich vielleicht mit dem Gedanken anfreunden muss, den Kontostand zwecks Erwerbs diverser Hardware noch tiefer ins höllische Rot zu treiben und das Fegefeuer der Dispo-Zinssätze zu ertragen. Wie damals, als ich zuerst hocherfreut war, dass ein Unreal wunderbar auf meinem trusty old computer lief, jedoch ab dem Moment, als im zweiten Level die ersten "richtigen" Gegner erschienen, die Diashow mit einem Bildwechsel im hohen einstelligen Sekundenbereich begann. Oder davor, als mein braver, braver 486 bei Duke Nukem 3D jedesmal die Grätsche hinlegte, wenn ich im zweiten Level der ersten Episode das Gebäude gegenüber des Pornoshops gesprengt habe. Oder wie im finalen Fight von Doom 2 auf Grund der schieren Masse der Gegnersprites das Bild einfror.

Ja, so war das früher. Heute jedoch, heute gibt einem schon der Trailer zu einem Spiel den dezenten Hinweis, dass die vorhandene Hardware eventuell zu schwach sein könnte :)

Diesmal verpuffen die Warnungen Des Herrn aber wirkungslos. Ich bin vom Wahren Glauben abgefallen und tanze seit einer Weile vergnüglich um das Virtuelle Kalb diverser Emulatoren und speziell um die kleine, schwarze Spiel-Lade eines DS. So, das haste nun davon! Ätsch!

Der Herr gibt jedoch nicht auf. Er gibt mir den Gedanken ein, dass ein neuer Quadcore-Rechner und haufenweise RAM die ideale Umgebung für den PS2-Emulator darstellen. Dass ich damit all die neuen PC-Spiele der nächsten zwei, drei Jahre zocken UND gleichzeitig all die vielen PS2-Spiele nachholen kann. Ja, der Gedanke ist verlockend. Hmmmm, ernsthaft, dieser Gedanke ist SEEEEEHR verlockend!

Doch Konsolen-Satan schläft nicht, muhahahahaha! Geschickt weist er mich auf die Schwachstellen in Gottes Plan hin. Konsolen-Satan weiß ganz genau, welches Blatt er spielen muss. Konsolen-Satan spielt die Geldkarte:

- PS2, neu: 100-120 €. Preis könnte aber dieses Jahr noch fallen.
- 300-400 Euro für einen kleineren Flatscreen, oder ...
- unter 100 € für einen gebrauchten, vernünftigen Röhrenmonitor
- Summa Summarum: 200-500 €

- Quadcore-Prozzi
- SLI-Motherboard (oder gleich Triple SLI?)
- PCI-Express-GPU, vorzugsweise eine DX10-Karte (meine 7800 GS kann ich ja nicht mehr verwenden)
- Summa Summarum: 1400-2000 €, je nach Hersteller, Marke und Shop

Da meldet sich Der Herr wieder und ermahnt mich, beim Spielen nicht so sehr auf den Geldbeutel, sondern auf den Spielspass zu achten. Denn darauf kommt es letztendlich an: Thou shall have fun! Gut, dieser Punkt geht an Den Herrn.

Jedoch nicht so, wie er sich dies gedacht hat, hihihihi! Auch Konsolen-Satan reibt sich freudig die Hände ob dieses Eigentores, dass die Funken und Flämmchen nur so sprühen. Denn schaue ich mir an, mit welcher Art Spiel ich in den letzten zwei Jahren die meiste Zeit verbracht habe, welche Spiele mir Spass und welche Spiele mir keinen Spass mehr machen, so sieht es ganz, ganz schlecht aus für Den Herrn. Sorry, matey!

Es gibt immer weniger neue PC-Spiele, die mich interessieren. Und Indie-Projekte benötigen NOCH keine HighEnd-Hardware. Es gibt noch soviele alte PC-Spiele, die ich noch durch- oder zumindest anspielen will. Für die meine jetzige Hardware mehr als ausreichend ist. Emulatoren haben mich verführt und Konsolen-Satan hat Einzug in meinem Herz gehalten. Ich fange sogar schon an, in Gedanken einen Altar für Konsolen-Satan zu bauen, an dem ich später schwarze Messen abhalten kann. Respektive mir zu überlegen, wie ich das Wohnzimmer für den optimalen Couchplay-Genuß umbauen kann.

Drum Herr, verzeih, aber Deine Feuerschrift macht allerhöchstens nur unschöne Löcher in meinen Monitor. Den Kampf um meine Seele hast Du längst verloren! Mir gefällt es hier unten.

Dienstag, 29. Januar 2008

Non-Gaming Interludium XV - Sweeney Todd

Ich mag keine Musicals. Auch mag ich keine Disney-Filme, in denen zuckersüße Zuckerpüppchen zuckersüße Liedchen trällern, während Schmalz und Sirup in Strömen von der Leinwand in den Kinosaal fliessen und Dir alle Wahrnehmungsorgane zukleistern.

Aber es gibt Ausnahmen. Wie immer gibt es Ausnahmen. Natürlich gibt es Ausnahmen. Wie armselig wäre die Welt ohne Ausnahmen, welche uns trotzdem immer wieder in unserer "eigentlichen" Meinung bestätigen ... :)

Eine dieser Ausnahmen wird Ende Februar in deutschen Kinos zu sehen sein. "Sweeney Todd", Tim Burtons Interpretation des gleichnamigen Broadway-Hits. Ich weiß, wir schreiben derzeit Ende Januar. Ich war in keiner Sneak-Preview. Ich bin auch kein Marketing-Fritze, der hier Viral Marketing betreibt. Ich bin auch kein professioneller Filmkritiker, der Gast bei einer Pressevorführung war. Oder dem man eine Presse-DVD zugeschickt hat. Das ist heutzutage nicht mehr notwendig, da ein Wohltäter eine der DVDs für die Oscar-Jury gerippt und der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt hat. Was wiederum dazu führte, dass ich gestern abend in den Genuß der oben erwähnten Ausnahme von der Regel gekommen bin.

Und seitdem den Soundtrack vor mich hin pfeiffe. Und die Broadway-Vertonung be- und den Film-Soundtrack vorbestellt habe. Weil der Media Player meiner Wahl ebenfalls seit gestern abend selbigen Soundtrack nahezu ununterbrochen abspielt. Weil ich hin und weg bin. Weil ich, der ich keine Musicals mag, wie weggetreten bin und NATÜRLICH Ende Februar ins Kino rennen werde, um dieses kleine Meisterwerk auf großer Leinwand und mit entsprechender Tonanlage zu genießen. Und später wird selbstverständlich die DVD gekauft.

Obwohl ich mir bereits all das innerhalb weniger Stunden aus dem Netz geladen habe, was ich in Deutschland offiziell noch gar nicht sehen oder kaufen kann und doch gar kein Geld mehr ausgeben müsste. Ich MUSS aber ...

Wenn es einer Musical-Verfilmung gelingt, dass ich heute morgen beinahe anfing wie Gene Kelly annodunnemals die Bürgersteige entlang zu tanzen, dann ist das ein deutliches Zeichen dafür, dass hier jemand mein Geld mehr als nur verdient hat. Der helle Wahn!!

Montag, 28. Januar 2008

Linktip - GamersGlobal

Das Mitmach-Web 2.0 ist nun endgültig auch im Spielebereich angekommen. Mit all seinen Vorteilen und Nachteilen.

Gestern bin ich beim ziellosen Herumsurfen zwischen diversen Wahlkampfabendberichterstattungen auf "GamersGlobal" gestoßen. "GamersGlobal" soll eine Art Mitmach-Newsseite zu allen möglichen, videospiele-relevanten Themen sein. Verdiente Mitglieder können selbst Beiträge einfügen und editieren. "Verdienst" erringt man mit Punkten, die es anfänglich nur für's Kommentieren gibt, bis man mehr Rechte erhält und darüber noch mehr Punkte verdienen kann. Ob dies einen einigermaßen effektiven Schutz gegen den für diese Art Projekt leider unvermeidbaren Artikel-Vandalismus darstellt, wird sich erst zeigen müssen. Und ob es so attraktiv ist, News zu lesen, die es bereits milliardenfach an anderer Stelle im Netz gibt ... nu ja.

Deswegen will ich aber gar nicht auf diese Seite verweisen. Grund für diesen Linktip sind die anderen Inhalte der Seite. Die Specials. Denn hinter "Gamers Global" steht ein gewisser Jörg Langer, den der eine oder andere als Gründungsmitglied und ehem. Chefred der Gamestar kennen dürfte. Zwar erinnert mich das aktuelle Special geradezu frappierend an einen anderen Beitrag, aber hey, ... zwei Dumme, ein Gedanke! :) Nein, wirklich lesenswert sind zB. die Interviews, die Jörg Langer mit diversen Größen der Szene geführt hat. Interviews, die man mit Sicherheit auf absehbare Zeit bei mir NICHT vorfinden wird.

Viel gibt es zwar noch nicht zu sehen (die Seite ist erst seit letzten Sommer online), aber diesen Linktip verstehe ich auch eher als Hinweis auf "Things to come". Mal schauen, wie sich diese Seite noch entwickeln wird. Alles, was den Tod der käuflichen Print-Vertreter beschleunigt, ist zu begrüßen :)

Sonntag, 27. Januar 2008

A dream come true?

Nachdem sich dieses vermaledeite und dreimal verdammte "Puzzle Quest" so langsam zu einer fürchterlichen Sucht entwickelt, wollte ich meinen zittrigen Fingern nun etwas Erholung gönnen.

Es war an der Zeit, meinen Träumen folgen und die Frage zu klären, warum ich letztlich davon geträumt hatte, in "World of Warcraft" einen Untoten zu spielen. Gesagt, getan ...

Schritt 1:
In Google nach "WoW Trial" suchen.

Schritt 2:
Account anlegen und einen winzigen Client runterladen, da die notwendigen Spieldaten nach und nach gestreamt werden. Net schlecht, muss ich schon nicht zig Gig laden, nur um kurz reinzuschuppern.

Schritt 3:
Spielstart. Ich stehe in einer Gruft. Wie passend. Ich verlasse die Gruft. Es ist draussen viel zu hell und zu hektisch. Ich bekomme Post-Wiederauferstehungsdepressionen, leide scheinbar an Agoraphobie und sehne mich nach der kuscheligen Kälte meines Sarkophages.

Schritt 4:
Der nette Revitalisierungsberater empfiehlt mir zur Bekämpfung meiner Ängste Ratten (Hahaha!), zu groß geratene Fledermäuse, Wölfe, Skelette und hirnlose Zombies zu metzeln. Was ich dann auch selbstverständlich mit großer Freude tue. Wobei ich bei den Zombies nicht so genau hinschaue, wenn ich da abschlachte. Die Peinlichkeit, dabei auf einen ehem. Bekannten aus dem anderen Leben zu stoßen, dessen Wiederauferstehung nicht so ganz geglückt ist, muss ich mir nicht geben:

"Hi! Du hier? Wie geht's denn so?"
"Braiiiins!"
"Ja, ich muss dann mal weiter. Man sieht sich ..."
*mit schwung aushol und Lv.1-Zombie niedermetzel*

Schritt 5:
Ok, mache ich doch eine Quest. Ich hatte es fast geahnt ... "Bring mir x Pelze und y Fangzähne. Schlachte z Skelette!". Also metzele ich jetzt im offiziellen Auftrag. Fühlt sich gleich viel besser an. "Ha, nimm dies, Du unwürdiges Quest-Opfer!"

Schritt 6:
Ich steige einige Stufen auf und kaufe mir einen fetten Bihänder, den ich als Kriger eindrucksvoll über den Rücken hängen habe. Ich bin jetzt der Renner bei all den anderen Newbies, die alle EINHEITLICH im Warlock- oder Priesterdress herumlaufen. Scheint wohl eine Empfehlung in einem Char-Guide gewesen zu sein ...

Schritt 7:

Ich entfliehe den Ehrenbekundungen meiner Fans (cool, where do you get it? whre is teh shop? how i join a guild?) und nehme eine Quest an, die mich hinaus in die wilde Wildnis eines düsteren Waldes führt. Dort sterbe ich das erste Mal, was für einen Untoten wie mich keine wirklich neuartige Erfahrung darstellt. Folgerichtig komme ich auch im nächstgelegenen Friedhof wieder zu mir. Praktisch, ohne mühselige Latschterei gleich am Zielort der Quest angelangt. Ich quatschte jeden an, der auch nur ansatzweise so etwas wie ein Ausrufezeichen über dem Kopf trägt. Irgendein Newbie findet IMMER noch nicht den Startershop und quatscht den Friend-Channel voll. Ich kicke ihn aus meiner eigenen Freundesliste. Ahhh, Ruhe!

Schritt 8:

Ich vermöbele irgendwelche menschlichen Arbeiter und einen kleinen Menschenkrieger. Selber schuld! Was müssen die sich auch zum Ziel einer Quest machen ...

Schritt 9:

Ich höre für's erste auf und schliesse den Client.

WoW ist schon fein. Sieht nett aus. Läuft geschmeidig und ohne Geruckel. Der Einstieg ist unkompliziert und ruckzuck stellen sich erste Erfolgserlebnisse ein. Wenn ich nur daran denke, wie ich zB. bei Anarchy Online anfangs herumgestolpert bin und mir mühseligst die Grundlagen beigebracht habe ... es hat schon seinen Grund, warum WoW die uneinholbare Nummer Eins auf dem Markt ist.

Aber, warum zur Hölle, wollte ich im Traum unbedingt einen Untoten in WoW spielen? Ich habe keinen blassen Schimmer. Ich werde es wohl auch nie herausfinden, denn ich denke nicht, dass ich nochmals zurückkehren werde. Ja, nett, schon nett. Aber ... ist eben ein typisches MMORPG. Grinden, aufleveln, Items erwerben. Und atmosphärisch wird sowieso jede Illusion, man wäre so etwas wie ein Untoter, durch unpassende Char-Namen der Mitspieler (91Ekofresh91 und andere Grausamkeiten), sowie das ständige Out-of-Game-Gequatsche der Mitspieler zerstört. Wem's gefällt ... zumindest ich habe keine große Lust, dafür auch noch monatliche Gebühren abzudrücken. Es gibt soviele gute andere Spiele, da muss ich nicht meine Freizeit ausschliesslich mit WoW und Konsorten verbringen.

Es genügt schon, wenn ich davon träume ... :)

Freitag, 25. Januar 2008

Batteriefresser

Wie ein jeder weiß, machen Batterien in der Regel dann schlapp, wenn man ihren Saft am nötigsten braucht. Mitten in der Wildnis, tief in einer finsteren Höhle und in meinem Falle gestern Abend nach Ladenschluß, als ich in Ruhe diverse Abrechungen und anderen bürokratischen Scheissdreck erledigen wollte, bzw. es nicht länger aufschieben konnte.

Nein, die Rede ist nicht von meinem Herzschrittmacher, sondern von meiner Maus. Also, äh, von der Computermaus.

Ich hasse nämlich Kabel. Sichtbare Kabel, um präsziser zu sein. Und darum setze ich zu meiner großen Freude neben einer kabellosen Maus auch ein kabelloses Keyboard ein, was es mir nicht nur ermöglicht meinen Schreibtisch schön ordentlich zu halten, sondern diesen ordentlich aufgeräumten Schreibtisch anschliessend in regelmäßigen Abständen mit allerlei Gruscht vollzumüllen. Hach, ich liebe GROSSE Schreibtische :)

Anyway, ich habe hier seit einer Weile eine Wireless Laser Mouse 6000 aus dem Hause Ballmer & Gates. Weil das Logitech-Produkt, welches ich vorher besaß, Batterien verbraucht hat wie ein Panzer bei Vollgas Diesel schluckt. Pustekuchen, dieses Teil schlürft den handelsüblichen Stromspeicher noch schneller leer.

Nun die Frage an meine schlauere und klügere Leserschaft: Welche kabellose Maus ist Eurer maßgeblichen Meinung nach zu empfehlen? Was taugen Geräte, die man via Netzstecker und Ladestation aufladen kann? Der nahegelegene Baumarkt freut sich zwar wie Hulle, wenn ich da alle Naslang vorbeikomme und einen neuen 12er-Pack "Energizer Ultra+"-Qualitäts-NICHTBilligschund-Batterien kaufe, aber als Dauerlösung taucht das nicht sonderlich.

Donnerstag, 24. Januar 2008

Der Wind dreht sich

Was dem deutschen Tugendwächter und Moralapostel sein Counter-Killer-Strike ist, das ist dem Tugendwächter und Moralapostel in den Staaten derzeit sein "Mass Effect".

??? Mass Effect ???

Ja, richtig, Mass Effect. Ein an sich vollkommen harmloses Rollenspiel aus dem Hause Bioware ist in den USA momentan Lieblingsprügelknabe der handelsüblichen Kulturpessimisten aus dem rechten Lager. Doch der Reihe nach.

Zuerst meinten die Behörden in Singapur, Mass Effect wegen unzüchtigem Alien-(harrr)-Lesbian-Sex verbieten zu müssen. Davon nahm man jedoch schnell wieder Abstand. Ein Strohfeuer, möchte man meinen. Irgendein obskures Detail, welches eines Tages in der Triva-Sektion bei Mobygames oder dem entsprechenden Wikipedia-Eintrag zu finden sein wird. Weit gefehlt, die Welle der Empörung schwappte über den Teich ...

Zuerst warnt ein konservativer Nachrichtendienst Eltern ihre Kinder "Mass Effect" spielen zu lassen. Richtig, wegen dieser einen einzigen ominösen Sexszene, die im Grunde nur in der Vorstellung des Spielers stattfindet. Da ist kein Nippel zu sehen, keine primären oder sekundären Geschlechtsorgane, menschlich oder alienesk. Egal, Fakten stören nur, wenn doch der hehre Kreuzzug gegen alles Böse jedes Mittel rechtfertigt. Dann folgt der nächste, von keinerlei Fachwissen oder Kompetenz bezüglich des Spieles getrübte Aufschrei.

Doch hier beginnt sich nun so allmählich der Wind zu drehen. Das Internet verhindert zwar keine Lügen und erst Recht keinen Dummschwatz, aber zum ersten Mal in der Geschichte der Menscheit (so scheint es zumindest), ist es möglich den derbsten Lügen und dem größten Dummschwatz effektiv entgegenzutreten. Der oben erwähnte Kolumnist sieht sich auf Grund massiven Protesten genötigt eine Entschuldigung seinen Lippen abzuringen. Davon unbeeindruckt tobt die Schlacht gegen üble Pornographie in jugendverderbenden Computerspielen nun auch auf Fox News, dem besten Beispiel für die besonders in den Staaten ausgeprägte Bigotterie und Doppelmoral, für die sich im Grunde jeder gläubige Christ schämen sollte.

Doch kein Grund zu verzweifeln. Wie gesagt, das Internet ist eine der besten und einflussreichsten Erfindungen seit dem Rad oder dem Buchdruck. Der Wind dreht sich ...

Die auf Fox interviewte Psychologin hat diverse Bücher veröffentlicht. Bücher, die unter anderem auch über Amazon erhältlich sind. Nun ermöglicht Amazon dem geneigten Besucher seiner Webseite, die dort gelisteten Waren und Produkte zu bewerten und zu kommentieren. Was im Falle dieser Bücher dazu führt, dass mittlerweile knapp 85% aller dort zu lesenden Reviews die niedrigstmögliche Wertung und entsprechend negative Kommentare aufweisen.

Um es mit den Worten einer gelben Zeichentrick-Figur zu sagen, die ironischerweise ihre Auftritte ebenfalls bei Fox hat:

"Ha Ha!" :)

Mittwoch, 23. Januar 2008

Es hat nicht sein sollen

Groß waren letztes Jahr die Hoffnungen, als Falling Leaf Systems ankündigten, das Betreiben von DirectX10-Spielen unter XP und sogar auf Nicht-MS-Betriebsysteme zu ermöglichen.

Vielleicht waren diese Hoffnungen, inklusive der meinen, zu groß ...

Anfang Januar wurde das Ende des Projekts verkündet. Gründe für die Einstellung wurden nicht genannt. Auf der Webseite des Projektes gibt es zumindest den Code und alle bislang fertiggestellten Bibliotheken und Tools. Dumm nur, dass ich keine Ahnung von jeglicher Art von Programmierung habe.

Schade. Wirklich schade.

Ich denke aber nicht, dass dies der letzte Versuch sein wird, die Zwangsbündelung von DX10 und Vista auszuhebeln und zu umgehen. Diverse Cracks zu Shadowrun und Halo2-PC haben bereits gezeigt, wie einfach zumindest der Vista-Lock umgangen werden kann. Schau mer mal ...

Dennoch, das Leben geht weiter. Die Stimmen in meinem Kopf reden nur davon, dass ich mir jetzt endlich eine PS2 kaufen solle ... wer braucht schon einen PC für Spiele? :)

Muhahahahaha!

*irre umhertanzend im hintergrund verschwindend*

Dienstag, 22. Januar 2008

Prioritäten

Eigentlich sollte ich jetzt nicht hier sitzen. Eigentlich sollte ich jetzt woanders sitzen und andere Dinge tun, als im dezent angefressenen Gemütszustand meine Frustration und meinen Ärger in Form eines Blog-Postings zu kanalisieren ...

Eigentlich hatte ich heute morgen einen geschäftlichen Termin einzuhalten. Nicht unbedingt überlebenswichtig, aber ich pflege solche Termine, wichtig oder nicht, in der Regel einzuhalten. Weil mir das Einhalten von Zusagen wichtig ist ... eigentlich, normalerweise.

Gestern abend saß ich noch eine Weile an Puzzle Quest und wollte unbedingt und ums Verrecken den (soweit ich das nach dem Studium von Walkthroughs und Foren sagen kann) härtesten Gegner in diesem Spiel bezwingen. Dugog, der zweiköpfige Oger! Schrecken aller Puzzle Quest-Spieler! Unfairster Gegner in einem Computerspiel seit Jahren!

Am Wochenende habe ich mich noch massiv darüber aufgeregt, dass in einem Strategie/RPG-Hybrid der Zufall so eine große Rolle spielt. Gestern habe ich aber erkannt, dass "Puzzle Quest" nichts weiter als ein Glücksspiel ist, dessen x-fach abgenudeltem Bejeweled-Gameplay man einfach eine neue, nette Fassade gegeben hat. Also habe ich meinen Char einfach weiter aufgelevelt und es immer wieder versucht. Und immer wieder. Und weiter aufgelevelt. Und Gold gesammelt und mir Fertigkeitenpunkte gekauft. Und weiter aufgelevelt. Und immer wieder versucht. Auf die passende Glückssträhne wartend. Bis es dann endlich soweit war. Die Erde erbebte, als Dugog's titanischer Körper auf dem Boden aufschlug und sein Blick brach. Groß war der Jubel im Volk, die Barden stimmten erste Lobgesänge an, die Priester segneten den glorreichen Helden ... bis ein leises "FUCK!!!!" die Welt erschütterte.

Es war halb vier Uhr morgens und ich musste in ca. drei Stunden aufstehen. Normalerweise geht das. Ich kann auf Knopfdruck zu jeder gewünschten Zeit aufwachen. Normalerweise. Heute jedoch nicht. Ich habe es noch gerade so geschafft kurz vor dem Termin telefonisch abzusagen. Meine belegte und schlaftrunkene Stimme half immens dabei dem Gegenüber die Mär von einer Grippeerkrankung nahezubringen. Vielleicht hat es mich auch tatsächlich erwischt.

Ich bin momentan nicht so sonderlich stolz auf mich. Das letzte Mal habe ich sowas während des Studiums gemacht, als ich lieber DSA gespielt habe, anstatt für eine Prüfung zu lernen, respektive dann auch zum Klausurtermin zu erscheinen.

Bahhh, Scheiss-Computerspiele! Verbieten sollte man Euch! :)

"Puzzle Quest" ist ein wirklich feines Spiel, sobald man seinen Frieden mit dem Gameplay gemacht hat. Ich kann es nur empfehlen, wenn man einen PC, einen DS oder eine Wii hat. Die PSP-Version hingegen soll eine Reihe derber Bugs aufweisen.

Montag, 21. Januar 2008

Ohrenschmaus - Jeehun Hwang

Einige Jahre lang hatten Spiele für mich einen ganz spezifischen Klang: Den Klang von Streichern, den Klang von Synthesizern und von schnellen Beats. Den Klang von Jeehun Hwang!

Von Mitte bis Ende der 90er war der gebürtige Koreaner Haus- und Hof-Komponist für Activision und vertonte somit zwangsläufig einen Großteil der Spiele, mit denen ich damals meine Zeit verbrachte. Die Mechwarrior-Serie. Heavy Gear. Die beiden Quake-Addons. Battlezone. Dark Reign.

Und rein zufällig war das auch die Zeit, in der das Fassungsvermögen einer CD noch ein Faß ohne Boden war und man locker-lässig Audio-Tracks auf den Datenträger pressen konnte. Was wiederum dazu führte, dass ich mich nicht nur den Spielen intensiv widmete, sondern auch intensiv dem Soundtrack lauschte und erste Experimente im Rippen unternahm. Ahhhh, das waren noch Zeiten, als ein 128kbs-MP3 als Krone der Digitalisierung galt :)

Hwang war allgegenwärtig. Kein Spiel, welches er nicht mit seinen Kompositionen beglückte. Und ich immer mit glühenden Ohren an den Boxen. Auch heute noch. Auch wenn man nicht umhin kommt, dem guten Mann, um es höflich auszudrücken, einen prägnanten und unverwechselbaren Stil zu zuordnen. Wie man auch nach nur wenigen Takten ein resignierendes "Hans Zimmer" oder "Jeremy Soule" oder "Harold Faltermeyer" seinen Lippen abringt, so zeichnete sich zumindest Hwangs Arbeit für Activision durch die immer gleiche Verwendung der immer gleichen Arrangements aus. Streicher-Stakkato hier, ruhige Synthie-Passagen dort und ab und an fette Sounds aus dem Repertoir einer Metal-Band. Kennt man einen Soundtrack von ihm, kennt man im Grunde alle.

Was mich aber damals überhaupt nicht und heute nur ein wenig stört. Neulich habe ich alle Soundtracks als verlustfreies FLAC (Festplattenkapazitäten sind mittlerweile größer und deutlich preiswerter geworden) erneut dem Silberling entrissen und wieder und wieder durchgehört. Wie eine kleine Zeitreise um nur knappe 10 Jahre zurück. In eine Zeit, in der ich mit Quake den Dauerorgasmus Ego-Shooter befeuerte und am Steuer etliche Tonnen schwerer Kampfmaschinen kindlichen Allmachtsphantasien nachging. Nur zehn Jahre ist das her ... Kinder, wie die Zeit vergeht. Zehn Jahre Computerspiele ... eine gefühlte Ewigkeit!

Als Hörprobe gibt es das meiner Meinung nach beste Werk Hwangs aus seiner Arbeit für Activision, den Soundtrack zum zweiten Quake-Addon "Dissolution of Eternity":


Sonntag, 20. Januar 2008

It builds character - Puzzle Quest

Gestern ist "Puzzle Quest" gekommen. Ich bin natürlich nicht meinen Traumbefehl gefolgt, ich habe nicht die WoW-Trial angerührt, ich habe mich auch nicht in Mythos eingeloggt. Ich habe Puzzle Quest gespielt.

Feines Spiel ...

Gut gemacht ...

Sehr gut gemacht ...

Nahezu jedes Lob, welches man über dieses Spiel ausgeschüttet hat, ist gerechtfertigt ...

Dennoch war ich vorhin kurz davor den DS an die Wand zu pfeffern! Weil ich wieder festgestellt habe, dass ich Spiele hasse, die mit dem Element des Zufalls einem die schönste Stategie kaputt, ja, KAPUTT machen können.

Ist sich nämlich so:
Puzzle Quest ist ein fast bis zur Unkenntlichkeit aufgebohrter, mit Strategie-, Rollenspiel-Elementen und Story-Mode versehener Jewels-Klon. Richtig fein. Man wuselt mit seinem Helden über eine Fantasy-Karte, erfüllt Quests und kämpft gegen Monster, wo man auf das ursprüngliche Gameplay dieser Extrem-Jewel-Mutation stößt. Verschiedenartige Steine müssen in Linien von 3 oder mehr aufgereiht und vom Spielfeld abgeräumt werden. Es gibt Boni und Mali, die an das "Puzzle Quest" zugrundeliegende Szenario angepasst sind. Mana-Steine erhöhen den Manavorrat für vielfältige Zaubersprüche und Schädelsteine kratzen an den HP des Gegners. Ich wiederhole: Eine feine Sache das. Das "Puzzle Quest" da. Gibt's auch für den PC.

Das Fatale an "Puzzle Quest" ist jedoch der Umstand, dass die Entwickler das Gameplay so sehr erweitert haben, dass man tatsächlich strategisch und vorausplanend spielen muss, um in den Kämpfen zu siegen. Fatal deswegen, weil der Zufallsfaktor der Vorlage (Steine rücken willkürlich auf dem Spielfeld nach) trotz allen Erweiterungen immer noch zentrales Gameplay-Element ist.

Sprich, da kämpfe ich immer wieder gegen ein und diesselbe Vampirfledermaus. Übles Ding. Viele Hitpoints. Fiese Blutsauger-Zauber. Schnell. Setzt man hier nicht sorgfältig und ständig seine Zauber ein, ist dieser Gegner nicht zu besiegen. Soweit, sogut. Da ist es mir nach etlichen Stunden und etlichen Levelaufstiegen (die Fledermaus steigt dummerweise teilweise mit auf) endlich gelungen, in einer von unzähligen Partien gegen dieses Vieh selbiges bis auf wenige Hitpoints herunterzuspielen. Mein Held ist zwar ebenfalls kräftig angeschlagen, steht aber noch recht wacker auf dem Schlachtfeld. Dann schlägt kurz vor Schluss (der Gegner hat nur noch 12 HP, ich habe 65 HP) Faktor Zufall zu. Die Steine fallen für den Gegner so geschickt, dass ich nach dem Ende dieser Glücksträhne, auf einen Rutsch, ohne dass ich eingreifen kann, auf 9 Punkte runter bin und der Gegner dafür wieder über 30 HP hat. Eine Runde später ist auch dieser Versuch gescheitert.

Extrem pissed habe ich also eine einfache Patrouillen-Quest gemacht. Zum Chillen und Puls runterfahren. Nun ... was soll ich sagen ... der Zufallsfaktor war in dieser Partie noch unausgewogener, dass mein Über-Paladin überhaupt keinen Stich gegen ein lächerliches Popel-08/15-Skelett machen konnte.

Ich habe vorhin getobt. Heftig, ausdauernd, laut!

Ein so herrliches, wirklich herrliches und wunderwunderschönes Spiel! Ehrlich! Im Prinzip kann ich es von ganzem Herzen empfehlen. Man benötigt aber Charakterstärke von herkulischen Ausmaßen, wenn die AI entweder von Väterchen Zufall extrem bevorzugt wird oder sie schlicht und einfach bescheisst! Eurogamer.net sagt zum Beispiel zu Puzzle Quest: "That sort of gamble is simply inhuman, and erodes the trust between game and player."

Man gibt dem Spiel dennoch 8 von 10 Punkten. Zu Recht! Aber nur, wenn man damit leben kann, dass einem das Spiel ab und an ohne Chance auf Gegenwehr unvermittelt das Fell über die Ohren zieht.

Ich denke, ich räume die Cartridge jetzt ganz weit weg. Und hole sie erst dann wieder raus, wenn ich min. fünf Stunden Yoga und entspannende Atemübungen hinter mir habe :)

Freitag, 18. Januar 2008

Unter dem Radar - Hard Truck Apocalypse

Ich hatte bereits schon mehrfach angedeutet, dass eBay geradezu das Paradies, nicht mehr unbedingt für Schnäppchenjäger, aber dafür umso mehr für Jäger unbekannter Spielobjekte ist.

So stieß ich vor einer Weile auf ein angebotenes Exemplar von "Hard Truck Apocalypse". Erschienen irgendwann letztes Jahr hat dieser Titel russischer Produktion die fast schon traditionellen Abstrafwertungen vor allem im angelsächsischen Raum bekommen. Ein Russenspiel eben! Ich musste aber plötzlich mitbieten. Die Stimmen in meinem Kopf ...

Hard Truck Apocalypse ist eine Art Mischung aus GTA und Rollenspiel. Der GTA-Anteil besteht darin, dass ich frei durch eine große und umfangreiche Welt brettere, Handel treiben, diverse Nebenaufträge annehmen oder eben der Hauptquest folgen kann. Der Rollenspiel-Anteil besteht darin, dass ich nicht meinen Charakter, sondern seinen LKW (!) aufrüsten und verbessern kann. Bessere Waffen, stärkere Panzerung oder Motoren, größere Tankkapazitäten usw. usf. Gekämpft wird in diesem Spiel folgerichtig nicht in Persona, sondern während der Fahrt vom LKW aus. Quasi ein Offline-"Auto Assault" im MadMax-Szenario.




Optisch sieht das alles gar nicht mal so schlecht aus. Es gibt Tag- und Nachtwechsel, Wettereffekte, verschiedene Landschaftstypen, und nette Fullscreen-Effekte, wenn das gegnerische Fahrzeug in unmittelbarer Nähe explodiert oder man selber getroffen wird. Sehr atmosphärisch wirkt auch das eigene Fahrzeug nach einem Kampf. Einschusslöcher, zersprungene Scheiben und Scheinwerfer, herabbaumelnde Karosserieteile, qualmend und funkensprühend "humpelt" man zur nächsten Werkstatt. Und ein positiver Aspekt vieler Russenspiele: Man braucht für diese ansehnliche Grafik keine Mörderhardware.

Nein, HTA ist kein richtig gutes Spiel. Die vertonten Dialoge sind ganz klar von Leuten gesprochen worden, deren Muttersprache NICHT Englisch ist. Texte, Dialogzeilen und Questbeschreibungen wimmeln geradezu von Übersetzungsfehlern, die vielleicht in der Klassenarbeit eines Realschülers hinnehmbar wären (wenn eine 4 als hinnehmbar gelten würde), in einem kommerziellen Produkt aber nur peinsam wirken. Zu ignorieren ist auch bitte die fürchterlich fade und monoton präsentierte Hintergrundgeschichte, in der irgendeine globale Katastrophe die Überlebenden gewzungen hat, ihre Gesichter hinter Metallmasken zu verbergen. In Dialogen und Zwischensequenzen hat man daher eher das Gefühl, einer venezianischen Karnervalsaufführung beizuwohnen und nicht dem Gespräch zweier abgebrühter Outsider.




Nicht so wirklich überzeugend sind auch die Gegner, die gerne irgendwo aus dem Nichts in den Schussbereich des Helden teleportieren. Manchmal wirkt das recht gut, wenn die Banditen dynamisch über eine Hügelkuppe oder eine Klippe herangerast kommen, doch in der Ebene macht es einfach *popp* und die roten Punkte nähern sich auf dem Radar. Lästig ist auch die mangelnde Fahrpraxis von Leuten, die einer neutralen oder freundlichen Fraktion angehören. Baut man einen Unfall, weil diese Vollidoten nicht die Spur halten können und plötzlich vor einem die Strecke kreuzen, hat man auf einen Schlag ALLE Mitglieder dieser Fraktion am Hals und muss versuchen für teuer Geld den Frieden wieder herzustellen. Russen-Gameplay eben. Wenn's droht zu einfach zu werden, bauen wir einfach künstlich irgendwelche bescheuerten Hindernisse ein und nennen dies Herausforderung.




Dennoch, irgendwie hat das was. Zumindest die Optik überzeugt, das Aufrüsten des eigenen LKWs hält mich mit dem typischen Sammeltrieb bei der Stange (Uiii, schau mal. Dieser 8-Achser hat ja Mountpoints für eine Stalinorgel. Cooool! Geld scheffeln, reich werden, Overkill-Truck kaufen!!) und der Umstand, dass ich ein klein wenig Mad Max spielen kann, lässt die Wartezeit auf Fallout 3 kürzer erscheinen.

Wahrlich kein Meisterwerk, haufenweise Fehler und Schlampereien ... aber die paar Euro waren auf eBay sehr gut angelegt.

PS: Ja, hat Starforce. Aber scheinbar irgendeine Billig-Version, da man ein simples Mini-Image mounten und die Packung wieder ins Regal zurückstellen kann.

Donnerstag, 17. Januar 2008

Noch ein Reizthema - Gebrauchtspiele

Es kommt zusammen, was zusammenkommen muss, als ob man sich abgesprochen hätte :)

Nachdem mir bei den Äusserungen des CoD4-Entwicklers der Kragen geplatzt ist und ich gestern das dringende Bedürfnis hatte, meine Gedanken dazu ungefiltert, "as they happen", niederzuschreiben, so bin ich beim Thema "Gebrauchtspiele vs. Neuware" doch relativ ruhig und gelassen. Vermutlich, weil das Ausmaß der von der Industrie dazu abgesonderten Bullenscheisse mir noch nicht zum Hals raushängt. Nach meinem Eindruck hat sich die Industrie, auch wenn sie es ÜBERHAUPT nicht mag, mehr oder weniger damit abgefunden, dass sie mit Gebrauchtspielen leben muss und der Gesetzgeber (zum Glück) keinerlei Anstalten macht, diesem Verbraucherrecht einen Riegel vorzuschieben. Zumindest weiß ich von keinen Bestrebungen, den sog. Erschöpfungsgrundsatz (und seine internationalen Äquivalente) aufzuweichen oder gar aufzuheben.

Grundlage des heutigen Postings ist folgende, gestrige News auf 4players. Hier sagt der Chefredakteur eines Spiele-Magazines, dass Gebrauchtspiele ein Problem für die Publisher darstellen. Das sei ein gigantischer Markt, an dem die Urheber nichts verdienen, von dessen Umsätzen sie keinen Cent sehen, der sogar die Umsätze mit Neuware bedroht.

Nun, das ist nichts neues. Der Gebrauchtmarkt war und ist den Publishern seit jeher ein Dorn im Auge. Anstatt sich neue Spiele zu kaufen, strömt die Kundschaft zu Gamestop, zu eBay, zu Amazon. Schlimm, nicht?

Schaue ich aber in andere Branchen, in die Automobil-Industrie, zu den Herstellern von teureren Haushaltsgeräten wie zB. Waschmaschinen, so kann ich nur feststellen, dass man dort überhaupt keine Probleme mit Gebrauchtwagen oder Gebrauchtgeräten hat. Automobilhersteller betreiben selber Gebrauchtwagen-Filialen (mein erstes Auto habe ich als Gebrauchtfahrzeug bei einer offiziellen VW-Niederlassung gekauft), jeder von einem Hersteller offiziell lizensierte Elektrohandel nimmt Dir selbstverständlich eine alte Waschmaschine ab und schreibt Dir beim beim Kauf von Neugeräten etwas gut, solange das alte Gerät noch funktioniert. Weil die Jungs das Teil nämlich kurz überholen und dann als Gebrauchtmaschine in den Verkaufsraum stellen. Von der Maschinenbaubranche, die nur deswegen floriert und gedeiht, weil immer mehr Firmen und Kunden dazu übergehen, ihre alten Anlagen weiterzuverlaufen, damit man sich notwendige Investitionen in neue Anlagen eher leisten kann, gar nicht zu reden.

Software-Publisher hingegen ... boy, oh boy!

Auch bei diesem Thema regiert Gier, Dummheit, Kurzsichtigkeit und der Kampf gegen die eigene Kundschaft. Anstatt sich an diesen Markt selbst zu beteiligen, eigene Plattformen aufzuziehen oder dem Käufer gegen Vorlage/Abgabe des Vorgängers einen Bonus auf den Erwerb eines Nachfolge-Spieles zu gewährleisten, wird einfach stur jedem Käufer der volle Preis abgeknöpft. Anstatt selber in diesen Markt zu gehen und Möglichkeiten zu suchen, selber daran zu verdienen, herrscht in den Chef-Etagen vieler Publisher immer noch die Meinung vor, dass direkt nach Kopien Gebrauchtspiele ein großes, großes Übel sind, welches man bekämpfen muss.

So dringen immer wieder Gerüchte nach draussen, dass man auf verschiedenen Wegen den Handel mit den eigenen Spielen verbieten lassen will. Zuletzt war das Sony, die angeblich in England Händlern gegenüber derarige Andeutungen gemacht haben. Ich selbst habe in einem Fahrstuhl den kurzen, aber durchaus heftigen Ausbruch eines Producers erlebt, für den der Gebrauchtmarkt via eBay sich kaum von Diebstahl unterscheidet ... ja, es war ihm Ernst damit.

Schaut man sich hingegen die Gesamtentwicklung der Branche an, so ist nur festzustellen, dass die Umsätze weltweit Jahr um Jahr ansteigen! Jahr um Jahr wird mehr Geld verdient! Jahr um Jahr mehr verkauft! Mit NEUWARE! Der ebenso stetig wachsende Gebrauchtspiele-Markt ist direkt damit verbunden und verantwortlich zu machen. Denn kaufe ich ein Spiel und kann/darf dieses nicht mehr weiter verkaufen, so ist meine Kaufkraft für alle Zeit gebunden, bis sie auf Grund des schnellen Wertverlustes bei Software ruckzuck verschwunden ist. Ich kann das mir zur Verfügung stehende Geld aber nur einmal ausgeben. Mir steht nicht automatisch mehr Geld zur Verfügung, nur weil es ein größeres Angebot gibt. Ich will aber diese neuen Spiele. Also verkaufe ich die alten Titel solange sie noch etwas wert sind und habe dann wieder die Kaufkraft, um mehr (!) neue Titel zu erwerben, als mir dies ohne (!) den Gebrauchtmarkt möglich wäre.

Jetzt könnte man sagen, dass dann natürlich niemand mehr Neuware kauft, weil sich alle auf Gebrauchtware stürzen. Dass jeder Gebrauchtkauf im Grunde ein verlorener Neukauf ist. Ja, könnte man. Ein Blick in die Umsatzzahlen der zB. letzten 10 Jahre zeigt aber neben dem Aufstieg von zB. eBay auch ein enormes Wachstum beim Umsatz mit neuen Spielen. Da ist keine Delle, kein Knick, kein Rückgang zu sehen. Simple volkswirtschaftliche Überlegungen und der Blick in andere Branchen lassen nur den Schluss zu, dass es ohne florierenden Gebrauchtmarkt keinen florierenden Umsatz mit Neuware geben kann. Die dem Kunden zur Vefügung stehende Kaufkraft ist nunmal endlich!

Es werden aber noch viele Jahre ins Land gehen, bis man in der Software-Industrie erkannt hat, dass der Gebrauchtmarkt keine Gefahr darstellt, sondern notwendig ist. Dass man sich besser an diesem Markt beteiligen sollte, anstatt ihn zu bekämpfen oder versucht ihn über den Umweg digitaler Vertriebswege à la Steam auszuhebeln, weil hier rein juristisch der Erschöpfungsgrundsatz nicht mehr gilt. Der Handel mit Steam-Accounts ist seitens Valve nicht erlaubt. Wer jedoch einen Blick zB. in diverse Ab18-Handelsplattformen wie Xjuggler wirft, der wird feststellen, dass dies den Kunden sch...egal ist. Da wird selbstverständlich mit Steam-Accounts und deren Inhalten gehandelt. Weil der Kunde eben nicht endlos Geld hat und die via Steam erworbenen Spiele wieder zu Geld machen möchte, wenn sie durchgespielt sind.

Um sich mit einem neuen Account wieder neue Spiele auf Steam zu kaufen ... was denn sonst? :)

Mittwoch, 16. Januar 2008

Kleine Änderung

Ich bedaure vielmals, aber ein hier eben leicht Amok laufender Kommentator hat es erforderlich gemacht, dass ich zumindest für eine Weile Kommentare nur mit Registrierung erlaube.

Für den Fall, dass der gute Mann (ich bin nicht nachtragend) sich wieder etwas beruhigt hat, werde ich das demnächst wieder abschalten.

Anti-Kapitalistische Hetze!

Wie bereits hier und da erwähnt und wie vielleicht an einigen Aussagen und Postings zu erkennen, so ist die Wahl auf den schmucken chinesischen Gefreiten als Titelgrafik dieses Blogs nicht nur wegen der hübschen Optik gefallen ...

Auch wenn ich, politisch betrachtet, nun überhaupt nichts von sozialistischer Politromantik halte und mich in vielen Bereichen eher als Konservativ bezeichnen würde, so gibt es hin und wieder Vorfälle, bei denen ich mich vor dem geistigen Auge vermummt, mit Molotov-Cocktails und Pflastersteinen in den Händen, vor brennenden Barrikaden stehen sehe, allzeit bereit den Bonzen die Fresse zu polieren. Vorfälle und Geschichten und Entwicklungen, die mich auch dazu getrieben haben und mich weiterhin dazu treiben, jeden Tag hier etwas mehr oder minder Erbauliches abzulassen. Auch wenn der Kapitalismus schon aus gutem Grund die wirtschaftliche Grundlage unserer Gesellschaft bilden sollte, so sollte man aber nicht denken, dass ich alles toll und klasse finde, was im Namen des Kapitalimus passiert. Vor allem nicht, wenn man meint, mit Lug und Trug und massenverblödender Propaganda eh schon berauschende Gewinne und Umsätze noch stärker zu forcieren. Greed as Greed can!

Ab heute zu denjenigen Personen gehörend, denen ich gerne bestimmte revolutionäre Verhaltensweisen angedeihen lassen würde (wenn es denn was helfen würde ...) zählt einer der Entwickler von "Call of Duty 4". Als ob der gute Mann nach Jahren des Winterschlafes plötzlich aufgewacht ist, stellt er zu seiner Bestürzung fest, dass nicht wenige Leute, die sich auf den Multiplayer-Servern von CoD4 herumtreiben, dies mit einem gefakten Key tun.

PIRACY, PIRACY!!

Dann folgt das übliche Geplärre von den armen, armen Publishern, die ja keine Spiele mehr für den PC veröffentlichen, weil ja jeder nur saugt und niemand kauft. Und er benutzt das dämliche, weil überhaupt nicht zutreffende T-Wort "Theft", was nur zu deutlich zeigt, dass er gar nicht verstanden hat, welchen Stellenwert eine Kopie und ihre eventuellen Auswirkungen auf den Umsatz hat.

Guter Junge ... ich weiß ja nicht, ob Du es schon mitbekommen hast, aber CoD4 belegt in den PC-Charts weltweit Spitzenplätze. Da gibt es haufenweise Leute, die ihr gutes Geld für ein in ihren Augen gutes Spiel ausgeben, die mit dazu beitragen, dass Activision umsatzmäßig an EA vorbeigezogen ist, die mit dazu beitragen, dass Du Hanswurst Deinen Job hast ...

... und Du Spack hast nichts besseres zu tun, als die übliche Propaganda und Mär vom phösen, phösen Raubmordkinderfickerneonazikameltreiber-Kopierer zu wiederholen, der ja Schuld an allem ist. Weisst Du, wenn ich nicht so ein zivilisierter und höflicher Mensch wäre, ich würde ...

Satt, vollgefressen, dumm und keine Ahnung habend. Ein Kapitalistenschwein, wie es im Buche steht! Huch, da spielen ja Leute mein Spiel, ohne dafür bezahlt zu haben! Derweil ich einen guten, sicheren Job habe, gerade WEIL massenhaft Leute für mein Spiel bezaht haben. Weisst Du, wenn Du der Entwickler eines Spieles wärst, welches mehr oder minder einen Flopp darstellt und Du verständlicherweise nicht zugeben willst, dass Du zwei Jahre Deines Lebens an einem Schrottspiel gearbeitet hast, dann würde ich es ja noch verstehen können, wenn Du mit dem Zeigefinger auf die phösen, phösen Kopierer zeigen würdest. So aber ... ja, leck mich doch am Arsch!!

Der geneigte Leser möge dem Schreiber obiger Zeilen bitte verzeihen, aber bei diesem Thema entgleitet Harzzach hin und wieder die gute Kinderstube. Vor allem wenn zum x-ten Male die "Urban Legend" vom Raubkopierer widergekäut wird und man die wirklichen Gründe für den Rückgang in den PC-Spieleverkäufen nicht wissen möchte. Weil Nachdenken einem all die praktischen Vorurteile wegnehmen würde ...

Dienstag, 15. Januar 2008

Was soll mir das sagen?

Es mag sich jetzt ein wenig seltsam anhören, aber ich habe gestern Nacht geträumt, ich müsse unbedingt "World of Warcraft" spielen. Und zwar als Untoter. Der Zombie-Aspekt schien dabei eine ganz besonders wichtige Rolle zu spielen.

"Brainnnnnnnns!"

Was das nun zu bedeuten? Sind für mich WoW-Spieler nichts weiter als hirnlose Zombies, die zuviel Zeit mit diesem Spiel verbringen? Oder kann man an WoW nur Spass haben, wenn man ein hirnloser Zombie ist? Oder sind MMO-Spiele grundsätzlich nur etwas für hirntote Fleischsäcke, die teilnahmslos vor den Monitoren sitzen? Hmmm, irgendwie bin ich gerade ein klitzekleinwenig verwirrt. Andere Deutungen, dass ICH in Wirklichkeit ein Zombie bin und das unbewusste Gefühl habe, nur untot und leblos durch das Leben zu stolpern, sind zwar auch möglich ... aber warum zur Hölle ausgerechnet "World of Warcraft"?

Zum einen sollte ich vielleicht in nächster Zeit mit Spielen ein wenig kürzer treten. Und zum anderen sollte ich am Wochenende doch mal in die WoW-Trial reinschauen. Seine Träume sollte man ernst nehmen :)



"Brainnnnnnnns!"

Montag, 14. Januar 2008

Retro-Impressionen: Anvil of Dawn

Mitte der 90er galten Rollenspiele am PC als "tot". Die Leute hatten sich scheinbar am traditionellen Schritt-für-Schritt-Quadrat-Dungeon, an der sogenannten "Dungeon Master"-Formel sattgespielt. Bekannte und geschätzte Serien wie Might&Magic oder Wizardry liefen sich tot, weil sie sich nicht von diesem "Dungeon Master"-Schema lösen konnten, inhaltlich und vor allem bezüglich des Interfaces nichts Neues boten.

So würde ich das auch heute noch sagen. Auch wenn ich viel Spass mit diesen Spielen hatte und auch heute noch gerne die DOSBox anwerfe, um für einige Tage die Kanäle unter Waterdeep unsicher zu machen ... der Markt war einfach mit den immergleichen Klonen des immergleichen Spielprinzipes übersättigt. Was zB. auch Interplay mit dem sehr teuren "Stonekeep" zu spüren bekam. Ewig lange in der Entwicklung befindlich, multimedial aufgeblasen, als spiritueller Nachfolger von Bard's Tale behandelt, wollte es zum Release niemand mehr so richtig haben. Selbst so Rollenspiel-Nerds wie ich nicht. Weil ich Mitte der 90er mit anderen Dingen beschäftigt war. Es war die Goldene Zeit der Ego-Shooter!

Und so bin ich auch erst auf einen Titel wie "Anvil of Dawn" gestoßen, als man es als Budget-Titel verramscht hatte und es mir um die paar DM nicht schade war.

Scheinbar konzipiert als Einsteiger-Rollenspiel, wurde auf eine Party und komplizierte Tabellen verzichtet. Das Interface ist kinderleicht zu bedienen und nahezu selbsterklärend. Der Kampf läuft in Echtzeit ab, ohne dass der Spieler sich einen Kopf um komplizierte Strategien machen muss. AoD war sehr gut produziert, hatte eine durchgängige Sprachausgabe (was seinerzeit nicht gerade alltäglich war) und die GCI-Sequenzen, die im Vollbild das Voranschreiten in der Aussenwelt darstellten, liefen auf den frühen Doublespeed-Laufwerken und einfachen VGA-Karten flüssig und eindrucksvoll ab.




Ausgehend vom relativ einfachen Gameplay und der sauberen Präsentation würde ich "Anvil of Dawn" heute in die Riege von Diablo oder Titan Quest einsortieren. Schneller, unkomplizierter Rollenspielspass.

Doch da nichts perfekt ist, so gibt es auch an AoD so einige Dinge, die ich, dezent ausgedrückt, nicht für so sonderlich gelungen halte. Vor allem das Balancing ist ziemlich daneben geraten. Fragt man sich in den ersten zwei, drei Abschnitten, wofür man überhaupt all diese Hektoliter Heiltrank-Gebräu mit sich herumschleift, so besteht das Gameplay spätestens ab der "Unterirdischen Stadt" aus zwei Phasen. In der ersten, sehr kurzen Phase läuft man drei Schritte, stößt auf ein Monster, bekämpft es und besiegt es nach Möglichkeit. Dann beginnt die zweite Phase, in der man das DOSBox-Fenster in den Hintergrund klickt, andere Dinge am Rechner tätigt oder diverse Arbeiten im Haushalt erledigt. Da man sehr schnell alle Heiltränke und Mana-Auffrischer aufgebraucht hat, wartet man so ca. eine halbe Stunde ab, bis sich die Spielfigur allmählich selber geheilt hat. Dann zieht man paar Ecken weiter, bekämpft erneut ein, zwei Monster und stellt sich wieder minutenlang in die Ecke, weil diese Gegner HP fressen wie Motten altes Müsli in der Küche. Das ist schlichtweg ... SCHEISSE!! Später wird das Gameplay zwar wieder etwas flüssiger, einen Großteil der reinen Programmlaufzeit verbringt man dennoch mit Warten auf''s Christkind, bzw. das Anwachsen des HP- und Manabalkens, weil es zu wenig Heiltränke gibt.




Eine ebenfalls selten dämliche Gameplay-Idee ist der Umstand, dass Heiltränke, Heilzauber und Manatränke keinen festen "Auffrischungs"-Wert haben, sondern aus einem definierten Wertebereich (zB. ein Heiltrank mit 5xD10) ein zufällig erzeugter HP-Zuwachs ausgewürfelt wird. Ein Heiltrank kann also nur 5 oder aber auch 50 HP regenerieren. Was somit das Anwenden von Tränken und Zaubern zu einer ermüdenden Save/Load-Orgie mutieren lässt. Spielstand speichern, Heiltrank anwenden, bei zu geringem Ergebnis Spielstand laden, Heiltrank anwenden ... *schnarch*




Das unausgewogene Balancing in Verbindung mit den zufällig ausgewürfelten Ergebnissen für Heiltränke und andere Support-Items versetzen diesem Spiel fast den Todesstoß. Aber 1995 hätte ich wahrscheinlich noch die Geduld, die Ausdauer und den Langmut gehabt, um über all diese Fehler hinwegzusehen.

Denn, es macht schon Spass. Auch heute noch. So ist es nicht ...

Sonntag, 13. Januar 2008

Indie-Gaming: Slaves to Armok II - Dwarf Fortress

Zugegeben, ich denke nicht, dass ich in absehbarer Zeit die Muße, respektive die Geduld aufbringen werde, um Slaves to Armok II: Dwarf Fortress auch nur ansatzweise spielen zu können. Ich habe vor einer ganzen Weile min. ein dutzend Male in Nethack vergeblich versucht, mehr vom einem Nethack-Dungeon zu sehen, als nur die ersten paar Räume, geschweige denn mehr als nur den Startlevel. Daher glaube ich nicht, dass ich in der Lage bin "Dwarf Fortress" gebührend zu würdigen oder einzuschätzen. Meine Leidensfähigkeit ist angesichts des Umstandes, dass mir alternativ hunderte von Spielen zur Verfügung stehen, die zugänglicher und nicht unbedingt weniger spassig sind, sagen wir, sehr dezent ausgeprägt.

Aaaaaaber ... wenn beim Lesen eines Telepolis-Artikels über dieses Spiel der Funke der Begeisterung in Windeseile überspringt und ich mir wünsche, ich HÄTTE die für so ein Spiel notwendige Hartnäckigkeit und Ausdauer, dann lässt dies schon gewisse Rückschlüsse auf unbewusste Bedürfnisse zu. Nein, nicht das Bedürfnis mich selbst zu quälen :)

Das Bedürfnis nach Spielewelten und Spielprinzipien, die tief und reichhaltig sind. Die mir mehr bieten als nur den schnellen Kick für Zwischendurch, den Ex&Hopp-Spielegenuß für ein paar Minuten Entspannung am Tag.

Ja, ich habe mittlerweile genug Herausforderung im alltäglichen Leben. Ich muss diese Herausforderung nicht mehr in Spielen oder anderen Freizeitaktivitäten suchen. Es hat schon seinen Grund, warum ich wahrscheinlich nie die Muße und die Zeit für Spiele wie "Dwarf Fortress" finden werde. Dennoch ist der Wunsch nach MEHR vorhanden. Dennoch habe ich plötzlich den Wunsch genügend Geduld und Muße für dieses Spiel zu finden. Es ist immer noch eine Alpha. Es hat "nur" ASCII-Graphik. Das Interface ist krude. Die Lernkurve extremst steil. Warum diese plötzliche Begeisterung? Nur, weil der Artikel von einem offensichtlich vollkommen euphorisierten Autor verfasst wurde und ich keine andere Wahl habe, als selber Feuer und Flamme zu sein?

Nein, ich denke meine Begeisterung rührt von dem Umstand, dass "Dwarf Fortress" mir zeigt, dass Spiele natürlich und selbstverständlich mehr sein können als nur pure, belanglose Stundenvertrödelei.

Nämlich hochwertige, anspruchsvolle, tiefe und reichhaltige Stundenvertrödelei! :)

Freitag, 11. Januar 2008

Das Alpha und das Omega

Warum das Jahr 2008 für mich persönlich das Jahr der Konsole werden wird, habe ich ja bereits mehrfach erwähnt. Denn neben dem DS, den ich seit Herbst mein Eigen nenne, kommt dieses Jahr definitiv noch eine PS2 hinzu. Lustigere Spiele, preiswertere Hardware, weniger Gezuppel mit Bugs und Treiber-Gefrickel, unkomplizierterer Spielespass.

Das heisst nun nicht, dass ich meinen PC als reines Arbeitstier betrachten werde und Minesweeper, wie annodunnemals, die einzige Abwechslung vom notwendigen, aber öden Getippe in OpenOffice und anderen Anwendungsprogrammen sein wird. Es gibt schliesslich einiges im Indie-Bereich zu entdecken, diverse ältere Spiele wollen nachgeholt oder erneut gespielt werden und es soll 2008 doch hin und wieder noch ein interessantes PC-Spiel aus den Reihen der etablierten Publisher erscheinen (C&C3 Addon, Brütal Legend, Sam&Max Season 2). Nein, mein Personal Computer MUSS weiterhin eine funktionsfähige Hardware-Plattform bleiben, auch wenn ich die nächste Hardware-Erweiterung vielleicht erst in zwei, drei Jahren ins Auge fassen werde, wenn überhaupt.

Dummerweise hatte ich seit Herbst, seit Bioshock, keine wirkliche Freude mehr an diesem Gerät. Seitdem ich den speziellen Bioshock-Betatreiber installiert hatte, den man angeblich benötigte, um adäquate Frameraten zu erzielen, seitdem ärgere ich mich nur noch über die geradezu ungewöhnlich besch... Qualität von Nvidia-Treibern. Denn für jedes aktuelle Spiel, für welches man spezielle Beta-Treiber veröffentlicht hat, haben zwei ältere Spiele nicht mehr funktioniert. Selbst mit den offiziellen neuen WHQL-Treibern wurde nichts besser. Irgendwann war dann sogar die Darstellung von Spielen, die auf OpenGL anstatt Direct3D setzen, komplett kaputt. Ein Rollback zu einer früheren Version brachte leider keine Besserung, weil der De-Installer zwar brav berichtete, er habe nun alles entfernt, bei der Neu-Installation älterer Treiber aber ständig nachgefragt wurde, ob ich denn die neueren Files überschreiben möchte. Hat trotzdem nichts geholfen, OpenGL blieb kaputt. Ärgerärgerärger, nervnervnerv! Das waren keine Beta-Treiber, das waren frühe Alphas. die Nvidia hier unter das Volk gebracht hat.

Bis ich vor wenigen Tagen rein zufällig wieder an die Omega-Treiber erinnert wurde, die seinerzeit meine ersten Nvidia-Karten zu größter Zufriedenheit befeuerten. Und siehe da, als hätte der gute Angel Trinidad meine Nöte gespürt (oder ich nicht der einzige war, der sich über diese aktuelle Treiberscheisse aufgeregt hat), veröffentlichte er nach langer, langer, zu langer Pause wieder einen speziellen Nvidia-Abkömmling auf Basis der letzten WHQL-Version.

Von unnötigem Ballast befreit, optimiert und bereinigt tat der Omega-Treiber das, was ich früher von diesen Releases erwartet hatte und gewohnt war. Die Lösung für viele Graphik-Probleme und eine saubere Performance.

Ich kann wieder OpenGL-Spiele ohne lästigen, zentimeterbreiten Offset und andere Bildfehler spielen.

Ich kann wieder ein Neverwinter Nights ohne kompliziertes Herumgefrickel mit Startparametern spielen, weil es bei den offiziellen Nvidia-Treibern so ab Mitte des Jahres nur noch einen schwarzen Bildschirm gab.

Ich kann ein Spellforce 1 wieder ohne derbes Geruckel und fehlerhaften Schattwurf spielen. Ebenfalls ein Problem seit den Bioshock-Betatreibern.

Und ... ich kann ENDLICH Timeshift starten, ohne dass nach dem Laden einer Map der Bildaufbau einfriert und nur noch Audio aus den Boxen dringt. Selbst mit den Beta-Treibern, welche mir vom Installations-Programm und Launcher des Spieles penetrant enpfohlen wurden, blieb mir ein ungestörter Genuß versagt.

Ist schon erstaunlich, was ein simpler Hobby-Frickler an Problemen lösen kann, die ein milliardenschwerer Konzern mit aberhunderten von Angestellten scheinbar nicht mehr lösen will oder kann ...

Donnerstag, 10. Januar 2008

*KREISCH* *PANIK* *HYSTERIE*

PC-Spiele werden nicht mehr gekauft!!!

Raubkopierer haben die deutsche Entwickler-Szene zerstört!

Alle erschiessen!!!!!!

Gestern hat die Gfk Media Control die neuen Videospiel-Gesamtumsätze für das Jahr 2007 veröffentlicht. Massiv angewachsen ist der Gesamtumsatz von Konsolenspielen mit einem Plus im Vergleich zum Vorjahr von sage und schreibe knapp 30%!! Net schlecht, Herr Specht!

- PlayStation 2: IMMER noch DEUTLICH die Nummer Eins mit 35% Marktanteil
- Nintendo DS: Platz Zwei mit 32% Marktanteil
- Nintendo Wii: 7.5%
- 360: 6%
- PS3: 4.9%

Ja, da fehlen 14.6%. Handy-Spiele? GBA? PSP? Anderes Gezuppel?

Zudem wurde in der Meldung der GfK erwähnt, dass PC-Spiele im Umsatz um 3.6% nachgelassen haben und nicht vom generellen Zuwachs des Gesamtmarktes profitieren konnten.

Schlimm, nicht? Gibt es einen klareren Beweis für den schädlichen Einfluss von Raubkopien auf den Umsatz? Wird es nicht endlich Zeit, Raubkopierer öffentlich an den Pranger zu stellen, ihren gesamten Besitz zu konfiszieren und ihre Familien bis in die dritte Generation in die Sklaverei zu verkaufen? Hmm? Ignorieren Sie dabei bitte den Umstand, dass Kopien von DS-Spielen kinderleicht zum laufen gebracht werden können. Ignorieren Sie dabei bitte geflissentlich, dass an der Spitze der Einzeltitel-Liste zwei Spiele einer Konsole stehen (Dr. Kawashima Eins und Zwei), die von allen Geräten am Markt am leichtesten mit Kopien gefüttert werden kann. Ignorieren Sie bitte ALLE Hinweise auf die Fehlerhaftigkeit des allseits beliebten Vorurteils, dass PC-Spiele ja nur deswegen weniger verkauft werden, weil es soviele Kopien gibt. Ignorieren Sie bitte auch die Unmassen an Images von 360- und Wii-Spielen, die es im Netz gibt. Die Wahrheit stört nur.

Schauen Sie lieber weg und stimmen mit mir eine Ode an die Freude an, weil seit dem 1. Tag dieses Monats dieses Jahres rein theoretisch JEDER Download JEDES urheberechtlich gschützten Materials, gleichgültig auf welche Weise vorgenommen, strafbar sein wird. Wie übrigens auch das Umgehen eines Kopierschutzes für Musik-Alben und Film-Medien seit zwei (?) Jahren strafbar ist, woran sich in diesem liderlichen Volk aber auch keine Sau hält! Oh, Hossiana, oh Gloria, Oh Jubel, Oh Freude! Alles wird gut, weil diese enormen Umsatzsteigerungen NATÜRLICH nur eine Folge der schärferen Verfolgung von Urheberechtsverletzungen sind!

Ok, genug Sarkasmus! Es tut jetzt auch mir so langsam weh. Leider, leider ist die Wirklichkeit schlimmer, als jede Satire sich ausdenken kann ...

Ich hatte die Ehre vor einer Weile ein Gespräch mit einem Angestellten im mittleren Management eines größeren, nein, DES größten deutschen Medienunternehmens zu führen. Richtig geraten, Bertelsmann! Es kam zwangsläufig auch die Sprache auf Tauschbörsen, P2P, die Zukunft der Branche im Allgemeinen wie im Besonderen. Ich musste mich in diesem Gespräch so derart zusammenreissen, um nicht gleichzeitig zwei heftig tobenden Gefühlsregungen zu erliegen.

Die erste Emotion war blanker Zorn ob des Unfuges, den dieser Mann verzapft hatte. Der gute Junge hatte die Propaganda seiner Arbeitgeber 200% geschluckt und hat allen Ernstes u.a. mehrjährige Haftstrafen nur für das Herunterladen einer MP3-Datei gefordert. Tauschbörsen, das Internet grundsätzlich, sind für ihn eine größere Bedrohung als dies jeder arabische Terrorist mit der Hand am Zünder einer schmutzigen Atombombe je sein kann. Ehrlich, man hat gemerkt, wie ernsthaft es ihm war.

Die zweite Emotion war Mitleid. Immenses Mitleid, ob des Umstandes, dass ich Zeuge war, wie jemand angesichts des unvermeidlichen Wandels, den Internet und Digitalisierung mit sich bringen, eindeutig jegliches Maß verliert und nur noch panisch um sich schlagen kann. Weil er instinktiv weiß, dass sein Arbeitgeber, seine Arbeitsstelle und alles, woran er seit über 20 Jahren gearbeitet hat, bald vollkommen bedeutungslos sein werden.

Dabei merken diese Leute ja gar nicht, dass man in Zeiten von Bittorrent und Co. IMMER NOCH ganz hervorragend Geld verdienen kann. Man muss den Kunden einfach ein so gutes Angebot machen, dass diese freiwillig (!!!!!!!!!) in Scharen zur Kasse rennen.

Ja, ich weiß, dass Angst und Panik das klare, logische Denken schwer beinträchtigen können. Aber, ist es wirklich sooooo schwer auf diesen naheliegenden Sachverhalt zu kommen?

Scheinbar ...

Mittwoch, 9. Januar 2008

Eine (fast) ehrlich gemeinte Runde Mitleid

Bei 4players wird in einer News erneut auf das Spannungsfeld zwischen Presse und Publisher hingewiesen. Erneut wird von Sanktionsmaßnahmen der Publisher berichtet, die damit auf zu kritische Berichterstattung über ihre Spiele reagieren. Bevor hier jedoch das traditionelle Publisher-Bashing betrieben wird, möchte die derzeitige Situation einmal von Publisherseite betrachten. WARUM reagiert man dort mittlerweile so hypernervös?

Man investiert Abermillionen Dollar in einen neuen Titel (bei Crysis spricht man zB. von 30-40 Mio. Dollar).

Man weiß, dass in der Regel von zehn releasten Spielen acht floppen und die restlichen zwei ums Verrecken die Umsätze erzeugen müssen, welche der Publisher benötigt, um wirtschaftlich bestehen zu können.

Man weiß aber nicht, welche von den 10 Spielen die beiden Auserwählten sein werden, da der Geschmack der Kundschaft extrem wechselhaft ist. Was letztes Jahr gekauft wurde, muss nicht unbedingt nächstes Jahr gekauft werden. Und da vor allem aufwendige AAA-Spiele lange Entwicklungszyklen haben, kann es passieren, dass in der Zwischenzeit sich der Geschmack zu sehr geändert hat und beim Release keine Sau mehr das Spiel haben will. Die Computerspielbranche wird auch gerne als "volatil" bezeichnet. Erfolg und Mißerfolg liegen hier sehr viel näher beisammen als in anderen Branchen. Umsätze sind kaum planbar.

Also wird man nervös. Sehr, sehr nervös! Vor allem angesichts der immer heftiger steigenden Summen, die notwendig sind, um heute ein Mainstream-Spiel für die aktuellen Konsolen-Generationen zu produzieren.

Nun versucht man mit allen Mitteln sicherzustellen, dass zum Releasezeitpunkt möglichst viele Leute a) vom Spiel gehört haben und b) natürlich nur möglichst viel "GUTES" gehört haben. Zwar wird das Spiel deswegen nicht automatisch ein Verkaufserfolg, aber zumindest hat der Publisher das Gefühl, alles in seiner Macht stehende getan zu haben.

Natürlich könnte man jetzt einfach hingegen und sagen: "Stellt Euch nicht so an und sorgt lieber dafür, dass ein Spiel bugfrei und gut ausbalanciert releast wird!"

Hmmm, natürlich (wie immer) leichter gesagt als getan. Ein Publisher kann jedoch nicht unbegrenzt Geldmittel in nur einen einzigen Titel stecken. Das Risiko ist zu VIEL hoch, dass hier nur Abermillionen in einen Flop gesteckt werden. Siehe zB. "Spellforce 2" oder "Beyond Good & Evil". Zwei qualitativ sehr, sehr gute Spiele. Die aber kaum jemand gekauft hat. Vor allem bei Spellforce 2 wurde mit großem Aufwand Bug-Fixing betrieben. Es wurde sogar eine eigene, neue Engine vewendet und nicht mehr auf die Massive-Technologie gesetzt. Noch mehr Aufwand! Ergebnis? Spellforce 2 war kommerziell betrachtet alles andere als ein großer Erfolg. Das Spiel wurde schnell im Preis gesenkt, als Budget-Titel vermarktet und hat somit Klowood beinahe das finanzielle Genick gebrochen. Übrigens mit ein Grund, warum Gothic 3 in dem miserablen Zustand auf den Markt geworfen wurden. Klowood hat DRINGENST die Einnahmen benötigt, weil Spellforce 2 nicht die Summen eingespielt hat, die vorab geschätzt wurden.

Sprich, es wird im Grunde von Jahr zu Jahr schwieriger für die Publisher (vor allem, wenn sie nicht EA oder Activision heissen) die enormen Investitionen in entsprechende Umsätze zu verwandeln. Die Kosten explodieren, da die immer aufwendigere Technik einen immer größeren Produktionsaufwand verursacht. Das Risiko dieses Geschäftsumfeldes, die Wechselhaftigkeit des Kundengeschmacks bleibt aber immer gleich. Ergo werden die Publisher immer nervöser und reagieren immer heftiger, wenn die für sie sehr notwendige und wichtige Marketing- und Hypemaschinerie ins Stocken gerät.

Doch ... bevor hier das große Erbarmen ausbricht und erste Spendensammlungen gestartet werden, sei nur eines gesagt: Es braucht keine gigantischen Medienkonzerne, um sehr gute und spassige Spiele zu machen. Publisher haben kein verbrieftes Recht auf Umsätze, nur weil die Produktion heutiger Mainstream-Spiele so teuer geworden ist. Das ist nicht mein Problem, das ist grundsätzlich NICHT das Problem der Kundschaft. Ich gebe nur Geld für Spiele aus, die es mir wert sind. Und wenn von den großen Publishern keiner in der Lage ist, mir solche Spiele anzubieten, dann sehen diese Firmen mein Geld nicht mehr.

Daher, trotz allem Verständnisses für die Manipulationsversuche der Publisher ...

Ich kaufe dennoch keine Spiele aus Mitleid :)

Dienstag, 8. Januar 2008

Mythos-Invites bis zum Abwinken

Damit es nicht in den Kommentaren untergeht... ein Tip von "tob":

http://www.mythosguru.com/forum/showthread.php?t=311
hier bekommt man invites soviel man will ;-)


Danke sehr!

Konsequenz und Versuchung

Wieso, verdammt nochmal, müssen eigentlich soviele DS-Spiele, welche mich interessieren, in Deutschland über Koch Media vertrieben werden?

Viele Squeenix-Titel, Puzzle Quest, und, und, und ...

ARGHLLLLL!!!

Ja, es gibt eBay und Gamestop-Filialen. Ja, ich habe eh nicht die Zeit das alles zu spielen und muss daher zwangsläufig warten. Dennoch ist die Versuchung da, einfach in den Laden zu gehen und zu zugreifen. Aber etwas zu boykottieren, was einen eh nicht interessiert ... pfff, lächerlich! Das ist kein Boykott!

Ja, es kratzt Koch Media aller Wahrscheinlichkeit nach nicht die Bohne, wenn ich mich hier unter Schmerzen verrenke. Angesichts der Verkaufszahlen für DS-Spiele wird man dort allenfalls in schallendes Gelächter ausbrechen. Ich halte trotzdem durch. Die männliche Linie väterlicherseits ist berüchtigt für ihre Sturheit. Und ich teile diesen Gen-Pool!

Anyway, in einigen Wochen erscheint "Advance Wars - Dark Conflict". Ohne, dass diese paranoiden Serienabmahner ihre Finger im Spiel haben. Freu mich schon drauf ...

Montag, 7. Januar 2008

Ach, Mist ...

Vor lauter Blizzard-Gedönse doch glatt wieder mit Diablo 2 angefangen.

Jetzt stecke ich erneut mitten drin! Es hätte mir auffallen müssen, als ich nach nur kurzem Zögern gleich LoD mitinstalliert hatte, obwohl ich doch nur "schnell eben was schauen wollte".



Mist, Mist, Mist!



Warum habe ich mir letzte Woche all diese dreitausend Tonnen Bücher schicken lassen, hmm? Damit ich doch wieder vor der Kiste hänge?

Ach Fuck ... ;-P

Ganz großes Kino ...

Ich habe gestern Nacht wieder alle verfügbaren Starcraft2-Trailer angeschaut. Und dann nochmal. Und dann via Youtube alle Starcraft1-Rendervideos. Und dann die DVD mit den Renderfilmen von Diablo2 und Warcraft3 rausgeholt. Und mich daran erinnert, dass kein kleiner Teil des Spasses, den ich an Warcraft1 hatte, an den kurzen 3DStudio-Sequenzen lag, mit denen man das Spiel aufgepeppt hatte. Blizzards Renderfilme gehören seit jeher zur absoluten Spitze der Branche. Ich rechne also fest damit, dass Starcraft 2 zumindest in diesem Punkt wieder Maßstäbe setzen wird.

Auch wenn die Technik heute natürlich deutliche Fortschritte gemacht hat, der Cinematic Trailer zu Starcraft 2 mit einer Detailfülle glänzt, die Hollywood nicht besser hinbekommen würde ... mein Favorit unter allen Blizzard-Videos und Alltime Favourite aller Spiele-Intros evar ist und bleibt weiterhin das Intro zu Broodwar.



Ganz, ganz, ganz großartig! Schnitt, Dramaturgie, Kamera, Dialoge. Perfekt! Nicht nur einfach den Compiler angeschmissen und gerendert, was die Shader hergeben, sondern sich Gedanken darüber gemacht, was man da eigentlich macht.

Sonntag, 6. Januar 2008

Gegenwert

Na gut, nöle ich doch noch ein wenig durch die Gegend, lasse mich doch noch ein wenig über eines meiner Lieblingsthemen aus, das Verschwinden schöner, aufwendig gestalteter Spieleverpackungen ...

Ja, ich gebe zu, dass auch ich einst ganze Verpackungen WEGGESCHMISSEN habe, weil ich mehr Platz im Regal haben wollte. Weil, es reicht doch, wenn ich die Disketten/CDs behalte und für eventuelle Handbuchabfragen einige Seiten kopiere, oder? Es wird mir heute noch fast schlecht dabei, wenn ich daran denke, was ich damals an Sammlerwert und vor allem Sammlerstolz ins Altpapier geworfen habe. Schande über mich!

Das war auch die Zeit, in der so allmählich das DVD-Format die sonst gebräuchlichen, großen Euroboxen abgelöst haben. Der Handel hat gejubelt, weil er mehr Waren in die begrenzt vorhandene Regalfläche stellen konnte. Ich habe gejubelt, weil ich nach der Arbeit noch schnell ein Spiel neben das Gemüse, den Reis, das Fleisch und den Rotwein stecken konnte und all diese Sachen in einer kleinen Aktentasche oder einer radtauglichen Umhängetasche unterbringen konnte. Denn als Nicht-Autofahrer (nicht so sehr aus Überzeugung, eher auf Grund nicht vorhandener Notwendigkeit) kann man nur selten via üblichen Wocheneinkauf den Laden leerräumen :)

Ja, es gab keine Stoffkarten mehr. Ja, es gab keine dicken Handbücher, keine Sammelkarten, keine Figuren, keine Gimmicks mehr. Wer braucht den Scheiss auch? Hmm? Staubt doch eh nur alles voll! Und als Valve die ersten Pläne für Steam ins Gespräch brachte, war und bin ich heute noch überzeugt davon, dass dies im Prinzip eine wundervolle Sache ist. Internet ist mittlerweile Standard, DSL ist sehr gut bezahlbar geworden und ISDN/Analog-Anbindung heute eher die Ausnahme als die Regel. Einfach und bequem per Mausklick ein Spiel bestellen und auf die Festplatte herunterladen.

Die Wirklichkeit hatte mit meinen Vorstellungen jedoch nicht mehr viel zu tun.

Zum einen muss ich für ein reines, aktuelles Download-Spiel die gleiche Summe (oder oftmals gar mehr) als für die klassische Retail-Version ausgeben. Man vergleiche als Extrembeispiel bitte die Preise für CoD4-Steam und CoD4-Retail auf zB. Amazon, Stand 06.01.08. CoD4-Steam kostet derzeit 69 Dollar. CoD4-Retail kostet auf Amazon 39 Dollar, heruntergesetzt von 49 Dollar. Neu. Als Spiel mit Verpackung, Datenträger, ohne Online-Aktivierungen und mit allem Drum und Dran. Noch Fragen?

Zum anderen bevorzuge ich es nach Möglichkeit Spiele zu kaufen und nicht Spielzeit zu mieten. So gut ich das Prinzip "Steam" (stellvertretend für alle anderen derzeitigen Plattformen) auch finde, so sehr hat es die damit verbundene Online-Aktivierung in meinen Augen unbrauchbar gemacht. Es genügt schon, dass ich mich mit Hardware- und Betriebssystemumgebungen herumschlagen muss, die ich jedoch trotz allem selber im Griff habe. Da will ich nicht noch zusätzlich von den Launen Dritter abhängig sein, wo ich gar keine Kontrolle mehr habe.

Wo ist der Gegenwert? Was unterscheidet ein Spiel, das ich für Geld bei einem Download-Poral ziehe, von einem Spiel, welches ich für umme andernorts aus dem Netz ziehe? Was bekomme ich denn für mein Geld? Eine bestimmte Anzahl von belegten Clustern auf meiner Festplatte und das Recht einen bestimmten Titel spielen zu dürfen, welches man mir aber jederzeit wieder entziehen kann. Und dafür soll ich Geld ausgeben? Dafür? Wenn die Download-Versionen wenigstens deutlich preiswerter wären als ihre Retail-Brüder und somit klarer wäre, dass ich hier nur eine Kopie miete und keine Kopie kaufe, um sie anschliessend zu besitzen ...

Wir Menschen sind trotz allen technischen Fortschritten immer noch zutiefst analoge Wesen. Unser Geist und unser Wesen wird immer noch von tief verwurzelten Instinkten und Gefühlen geleitet und nicht vom reinen Intellekt. Daran wird sich auch in den nächsten Jahrtausenden wohl wenig ändern. Es geht nichts über das Gefühl, etwas in den Händen zu halten. Etwas WIRKLICH zu besitzen und nicht nur ein Eintrag in einer Kunden-Datenbank zu sein.

Das haben auch die Publisher erkannt und bedienen mit den sog. "Special Editions" genau diese Nachfrage nach RICHTIGEN Gegenständen, die man in die Hand nehmen kann. Doch hier wird ebenfalls viel Unfug und Abzocke betrieben, den Leuten billiger Plastikscheiss für deutlich teureres Geld angedreht. Es gibt nur wenige dieser Editionen, die ihr Geld wert sind. Die "Special Edition" von Age of Mythology, die hier zB. im Regal steht, die ist ihr Geld wert gewesen. Oder dieser fette, tiefschwarze Brickett der Warcraft 3-Ausgabe. Ja, so lasse ich mir das gefallen! Auch den höheren Preis. Denn das ist GEGENWERT! Wenn ich jedoch die normale US-Ausgabe von Ultima IX aus dem Jahre 1999 betrachte, so gänzlich ohne "Special"- oder "Collectors"-Gebruzzel und sie mit heutigen Spieleverpackungen vergleiche, dann bekomme ich heute für Spiele, rein materiell betrachtet, deutlichst weniger Gegenwert. Alles der Gewinnmaximierung geopfert ...

Betrachte ich hingegen mein eigenes, kleines Unternehmen, so erzielen Titel mit vollständig und gut erhaltenen Verpackungen, mit allen zusätzlichen Gimmicks und Schnickschnack, die es damals zum Release gab, hohe Preise. Sehr hohe Preise sogar, obwohl man selbst diese älteren Spiele locker-lässig via Bittorrent oder ed2k dutzendweise aus dem Netz ziehen kann.

Gegenwert! Ganz wichtig, will die Spielebranche nicht eines Tages den Weg der Musik-Major Labels gehen, die in den letzten 10 Jahren konsequent ihre eigenen Produkte entwertet haben, weil man dachte, dass der Kunde sowieso alles kauft, was man auf den Markt wirft ...

Freitag, 4. Januar 2008

Kontrastprogramm

Vorhin brachte der Postbote ein dickes, fettes und recht schweres Paket die Treppenstufen nach oben. Er brachte das Paket nach oben, ohne einfach eine Benachrichtigungskarte in den Briefkasten zu werfen. Guter Mann! Hab mich auch ganz artig bedankt ...

Doch zurück zum Paket. Darin befanden sich keine Spiele, keine Software, rein überhaupt nichts digitales. Sondern ca. zwei Dutzend dicke, fette, schwere Bücher, deren Erwerb mir ein zu Weihnachten überreichter [insert bekannter Online-Händler]-Gutschein nahelegte. Ja, ich hätte natürlich auch tonnenweise Spiele kaufen können. Aber irgendwie ... ich wüsste nicht für welche Spiele ich derzeit Geld ausgeben sollte. Was mir eine Ausgabe wert war, ist bereits gekauft worden. Zudem ich mir für den DS vorgenommen habe, erst dann ein neues Modul zu erwerben, wenn "Advance Wars" und "Phantom Hourglass" zu Ende gespielt sind. Und da ich nicht 24/7 den DS in der Hand habe, kann das dauern.

Als ich dann vor einigen Tagen den Gutschein in den Händen hielt und überlegte, wie ich ihn am besten einsetzen soll, da ist mir doch beim Betrachten der Regale im Wohnzimmer aufgefallen, dass ich schon verdammt lange kein Buch mehr gelesen habe. Selbst ein "Planescape Torment" oder ein altes Infocom-Textadventure regen den Geist nicht so sehr an, wie ein gutes Buch. Spiele, vor allem Computerspiele sind was feines, kein Frage. Aber Abwechslung ist bekanntlich die beste Medizin für ein erfülltes Liebesleben. Und bevor ich anfange, mich nur wenige Sekunden nach Besiegen des Boss-Gegners schnarchend auf die Seite zu legen ...

Ahhh, Bücher! Alleine die Vorstellung, dass ich all das Geld, das ich in den letzten Jahrzehnten für Spiele ausgegeben habe, stattdessen für Bücher ... herrliche Vorstellung.


Theologische Bibliothek, Strahov, Prag © Curious Expeditions

Auch wenn ich meinen Lebensunterhalt jetzt und früher fast ausschliesslich mit rein virtuellen Produkten verdiene und verdient habe, ich die New Economy, den ersten großen Boom (und Knall) des Internets von innen heraus kennenlernen durfte und hier ein Blog betreibe, dessen Texte nur in Form von Einsen und Nullen durch "Tubes" gequetscht werden, so bin ich im Grunde immer noch ein Kind des Analogen Zeitalters. Bücher strahlen etwas aus, was ein eBook-Reader niemals haben kann, auch wenn er noch so fortschrittlich und "haptisch" designt wurde. Der Geruch nach Papier, das Blättern in alten, angegilbten Büchern ist durch nichts zu ersetzen und einzigartig. Romane, lange und gewundene Texte möchte zumindest ich nur in Papierform geniessen und anschliessend den Raum mit diesen Büchern schmücken. Kein eingerahmtes, ausgedrucktes Titelbild eines eBooks kann ein Bücherregal ersetzen. Eine ausgedruckte Liste aller rein digital erworbenen Spiele hat nur den Charme eines Einkaufszettels, den man allerhöchstens per Magnet an den Kühlschrank pappt.

Und schwupps, plötzlich bin ich bei einem anderen Lieblingsthema: Dem Verschwinden schöner, aufwendig gestalteter Spieleverpackungen! Aber jetzt ist genug, bevor ich mich noch endgültig als kulturpessimistischer und verknöcherter alter Sack oute :)

Donnerstag, 3. Januar 2008

The Hidden Giant - Martin Ganteföhr

Auch wenn ich gerne und ausgiebigst über deutsche Entwickler im Allgemeinen wie im Speziellen ablästere, so gibt es keine Regel ohne Ausnahme.

An dieser Stelle sollte eigentlich schon vor einer Weile ein kleines Portrait eines der verkannten, kleinen "Genies" stehen, das hier in unserem verbiesterten und pohfeligen Deutschland unverdrossen der Welt zeigt, wie man Geschichten im Medium "Computerspiel" erzählt. Weit ausschweifend und etwas genauer auf seine bisherigen Titel eingehend, wollte ich zeigen, dass Martin Ganteföhr meiner Meinung nach als einer der wenigen Leute in der hiesigen Szene das Medium wirklich verstanden hat, weil er als kreativer Künstler damit umgeht und nicht als rein logisch und mechanisch denkender Ingenieur.

Doch was wäre besser, als ihn zu diesen und anderen Themen selbst zu Wort kommen zu lassen?

Und daher verweise ich nur zu gerne auf ein hochinteressantes Interview, welches kürzlich bei Telepolis zulesen war. Lesebefehl!

Doch, halt ... da gibt es noch etwas, was ich persönlich hinzufügen möchte:
Wenn es etwas gäbe, dass ich mir für die deutsche Entwicklerszene wünschen würde, dann wäre das ein Venture Capital-Geber für "The House of Tales", damit sich Martin Ganteföhr ENDLICH jemanden leisten kann, der aus seinen brillianten Vorlagen und Settings auch ein adäquates Spiel macht. Denn auf so Dinge wie Rätsel- oder Interfacedesign legt der Gute weniger wert, da es ihm im Grunde nur darauf ankommt, eine Geschichte zu erzählen.

Nun, das kann er zwar hervorragend, doch alle seine Werke leiden zT. ganz erheblich unter unlogischen, holprigen und unnötig aufgeblähten Rätseln, sowie einem oftmals kruden Interface, so dass sie als Spiel nur den harten Fans zu empfehlen sind. Dass er an solchen Dingen einfach kein Interesse hat, gibt er im Interview schliesslich selber zu. Auch "Overclocked" hat wieder diverse, hmmm, Schlampereien aufzuweisen. Es wird zwar von Spiel zu Spiel besser, aber vergleicht man die Zugänglichkeit eines "Overclocked" mit der alter Adventure-Klassiker wie zB. "Day of the Tentacle", so ist da noch ein weiter Weg zurückzulegen.

Oder es passiert ein kleines Wunder und Martin Ganteföhr arbeitet für sein nächstes Projekt zB. mit Deck13 zusammen, die mit den Ankh-Spielen gezeigt haben, dass Leichtigkeit und Zugänglichkeit kein Fremdwort mehr für deutsche Entwickler sein müssen.

Schau mer mal ...

Mittwoch, 2. Januar 2008

Das Neujahrs-Präsent - Ein Mythos-Invite

Ja, werte Besucher dieser Webseite. Sie lesen richtig!

Zur Feier dieses neuen, herrlichen und wundervollen Jahres habe ich einen Invite für die derzeit laufende Beta von "Mythos" zu vergeben.

Denn als ich die Tage über nach langer Zeit wieder auf der Mythos-Webseite vorbeischaute, da nahm ich zu meinem großen Erstaunen wahr, dass ich einen Invite zu vergeben habe. Warum sagt mir das keiner früher? :)

Doch bevor hier wild die ersten "Ich, Ich, Ich"-Rufer in den Kommentaren aufkreuzen, so muss ich leider die Vorfreude dämpfen. Denn eigentlich habe ich vor einigen Monaten jemanden hier im Blog einen Invite versprochen, sobald mir ein Invite zur Verfügung steht. Dummerweise bin ich jedoch ein alter Sack, mein Gedächtnis lässt nach und überhaupt ...

Wer immer Du warst, melde Dich bitte! Mir liegt der Name auf der Zunge ... arghllllll!



Dieser schmucke Login-Screen wartet auf Dich! :)