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Donnerstag, 4. Juni 2009

Das ist das Ende von Microsoft!!!!

*kreisch* *panik* *armaggeddon*

Peter Molyneux ist neuer Creative Director der Microsoft Game Studios

Ich muss gestehen, ich habe eben meinen Flatscreen von einigen kleinen Teetröpfchen reinigen müssen, die ich prustenderweise aus dem Mundraum geschleudert habe.

Freitag, 19. Dezember 2008

Medienbruch

Das ist der Grund, warum ich keine Videos mache, sondern nur textuell in Erscheinung trete.


via videosift.com

Drei alte Säcke, die auf voll krass Hardcore Gamer machen, dabei ganz klar auf die Zielgruppe männlich, zwischen 15-25 Jahre abzielen und nur hart am Peinlichkeitsniveau eines David Hasselhoff entlangschrammen, wenn dieser in seinen Musik-Videos einen auf wilden Rocker macht. Ben "Yahtzee" Croshaw (links) sollte sich wirklich darauf beschränken, sein Talent in Form von kurzweiligen, kurzatmigen Voiceovers auszuleben.

Ich darf das übrigens so sagen. Weil ich in einem derartigen Gamer-Video wahrscheinlich NOCH lächerlicher wirken würde. Und mir bestimmt noch unlustigere nicht-lustige Gags ausdenken würde, wie man hier zu sehen bekommt. Meine Güte!

Nee, ehrlich, da schaue ich mir lieber doch ein paar alte Powerplay-Videos mit Lenhardt, Schneider-Johne oder die frühen Gamestar-Videos mit "Wir werden alle sterben!"-Langer an. Da habe ich wenigstens einen ehrlichen Amateur-Charme.

Mittwoch, 12. November 2008

Freiheit

Richard Garriott verlässt NCSoft, nachdem er bei seinem Weltraumspaziergang zu neuen Taten inspiriert wurde.

Gut, abgesehen davon, dass wir nicht wissen, ob NCSoft nicht irgendwann die Schnauze voll davon hatte, viel Geld in ein mittelmäßiges und nicht sonderlich erfolgreiches MMO zu stecken und die Trennung der beiden eh schon feststand ... Richard Garriott ist ein freier Mensch! Denn Richard Garriott fliegt touristenmäßig ins All, umrundet die Erde, sieht all die Pracht unter ihm, kommt zurück und hängt seinen Brot- und Butterjob an den Nagel, um sich neuen Dingen zu widmen. Cool!

Auch ein John Carmack ist ein freier Mensch, der nur noch deswegen 3D-Routinen schreibt, weil ihn das Thema interessiert. Er muss es nicht mehr tun, um seinen Lebensunterhalt zu sichern. Stattdessen steckt er viel Geld in ein privates Raumfahrtunternehmen. Geld, welches er wahrscheinlich nie mehr wiedersehen wird. Was ihn aber nicht stört. Denn er ist frei genug, diese Dinge nicht nur theoretisch tun zu können, sondern sie auch tatsächlich zu tun!

Ich verfüge zwar nicht über das Barvermögen eines Richard Garriott und die finanzielle Narrenfreiheit eines John Carmack geht mir auch etwas ab, aber ich habe die Freiheit hier in meinem Blog, frei Schnauze und ohne auf irgendjemanden Rücksicht nehmen zu müssen, über mein liebstes Hobby und so manch andere Dinge schreiben zu können. Es ist die Freiheit den Worten: "Ach, scheiss doch drauf! Ich mach das jetzt!" auch Taten folgen zu lassen.

So zum Beispiel sich heute, ab Mitternacht, rechtzeitig in die Schlangen all der WoW-Fanatiker einzureihen, viel Geld für eine der seltenen und begehrten Collectors Editions auszugeben, dann vor aller Augen diese Collectors Edition öffentlich zu verbrennen, das Ganze auf Video aufzunehmen und anschliessend auf Youtube die traditionellen fünfzehn Minuten Ruhm einzusacken ...

Oder man nimmt sich die Freiheit, schlappe 15 Dollar Pre-Order-Preis für Crayon Physics Deluxe an Petri Purho zu überweisen.

Oder man nimmt sich die Freiheit, sich gestern abend doch nicht auf die Abschiedsparty eines ehem. Vorgesetzten zu schmuggeln und diesen lauthals auszulachen, weil er ENDLICH wegen anhaltender Inkompetenz hochkant gefeuert wurde ... aber dies wirklich nur am Rande :)

Freiheit. Ein interessantes Konzept. Nicht nur die Freiheit des Denkens, sondern vor allem die Freiheit des Handelns. Die aber nur dann Sinn ergibt, wenn die Handlung auch Konsequenzen hat. Weswegen mir, um so gerade noch, vor dem Abgleiten in billige Klippschul-Phlisophie, den Bogen zurück zu Spielen zu finden, all die angebliche Freiheit in Sandbox-Spielen und OpenWorld-Gameplaykonzepten, die Respawn-Welt eines MMO ziemlich am Allerwertesten vorbeigeht, weil dies keine Handlungsfreiheit darstellt, sondern oft genug nichts anderes als bedeutungslose Beliebigkeit ist. Wenn meine Handlungen keine Folgen haben, wenn ich nicht wirklich etwas entscheiden muss, dann bin ich nicht frei.

Allerdings bezweifle ich, dass all die mitternächtlichen WoW-Schlangesteher, die oft genug ja nur das Schlangestehen-Happening genießen wollen, die tieferen philosophischen und weltanschaulichen Implikationen verstehen werden, wenn ich sie durch ein Scheiterhaufen-Happening auf ihre eigene Unfreiheit hinweise ... ;)

Donnerstag, 9. Oktober 2008

All the carnage that's fit to post

Seit (heute exakt) 12 Jahren gibt es die URL http://www.bluesnews.com.



Seit etwas weniger als 11 Jahren gibt es mich dort als Leser.

Meine allererste Amtshandlung, als mir damals ein Kommilitone das Internet-Dingens gezeigt hat, war nach nur wenigen Sätzen Erklärung: "Das ist ein Browser. Das sind Links. Draufklicken. Ist wie eine Bibliothek. Das ist Yahoo. Das ist sowas wie die Bibliothekssuche.", die Eingabe von "Heretic Cheats" in die Suchmaske, ein Klick auf den ersten Link und anschliessendes Ausdrucken der Seite. Man kann durchaus sagen, dass mich erst das Internet so richtig in den Abgrund dieses schröcklichen Hobbys gestoßen hat. Nicht mehr länger musste man über einem schmierigen Screenshots in einem Magazin rätseln, was bitte das für ein Spiel werden soll. Nein, man konnte einfach ein paar Suchbegriffe eintippen und wenige, ääh, Minuten später, befand man sich auf der Homepage des Entwicklers, wo es alle Infos gab. Und Magazine brauchte man jetzt eigentlich auch nicht mehr, aber um das zu begreifen, mussten für mich noch einige Jahre vergehen :)

Obwohl es nur läppische elf Jahre sind, so habe ich das Gefühl, dass mich "Bluesnews" bereits seit Jahrzehnten begleitet. Der Welt erstes Gaming-Blog! Zu Zeiten, als es das Wort Blog noch gar nicht gab, konnte man dort schon kommentieren, ablästern und sich verbissene Diskussionen mit anderen verbohrten Fanboys liefern.

Thnx, Mr. Stephen Blue Heaslip! I owe you one ...

Montag, 1. September 2008

Im Laufe der Jahre

Heute ist auf Golem ein Interview mit Boris Schneider-Johne zu lesen. NATÜRLICH ist das Thema die 360 und Microsoft und XBOX Live. Was an sich nicht weiter verwunderlich ist, da Boris Schneider-Johne als Produktmanager für die 360 bei MS angestellt ist.

Fängt man aber ganz, gaaaaanz tief in den Kellergewölben der eigenen Erinnerung zu graben, so tauchen Bilder einer längst vergangenen Zeit auf, in denen ein junger Boris Schneider (noch ohne Johne), angetan mit einer fürchterlichen Mecki-Frisur und einem Pullover, wie ihn nur der Zeitgeist und Geschmack der 80er produzieren konnte, in den sog. Multimedia-Leserbriefen der Zeitschrift "Power Play" herumhampelte.

Das war vor knapp 20 (!) Jahren! Natürlich verändern sich Menschen in dieser Zeit. Ich selbst habe ja schon rein körperlich nicht mehr viel mit dem Jungspund zu tun, der glaubte vor 20 Jahren die Welt unsicher machen zu müssen. Auch geistig, seelisch und charakterlich verändern sich die Menschen.

Auch wenn ich Boris Schneider keinen Vorwurf mache und ich nicht einmal ansatzweise das Recht habe, ihm überhaupt Vorwürfe zu machen, so finde ich es dennoch ein wenig schade, wie aus einem jungen, vor Kreativität und Witz nur so übersprudelndem Kopf im Laufe der Jahre eine langweilige, vorhersehbare und dröge Konzern-Drohne geworden ist, welche ihr Talent für spritzige und witzige Wortkontruktionen nun für den in dieser Welt üblichen Spin und das allgegenwärtige Marketinggewäsch verwendet.

Schade ...

Montag, 3. März 2008

Kappe der Woche: Michael Fitch

Letzte Woche hat Iron Lore, der Entwickler von Titan Quest, die Flügel gestreckt. Nun passiert, shit happens. Nichts ungewöhnliches. Firmen kommen, Firmen gehen.

Lustig ist es allerdings erst diese Woche, respektive heute geworden, als Michael Fitch, seines Zeichens Director of Creative Marketing (ein Schelm, wer Böses dabei denkt) bei THQ den üblichen Grund aufgeführt hat, warum Titan Quest kein großer Erfolg war und warum Iron Lore jetzt (zwei (!) Jahre nach dem Release von Titan Quest) die Pforten schliessen musste:

DIE RAUBKINDERFICKERNEONAZIMORDKOPIERER WAREN'S!

Wer denn sonst :)

Und deswegen gebührt Mr. Fitch die Ehre, als erster hier auf diesem Blog die Kappe der Woche zu bekommen. Weil er allen die Schuld gibt, den phösen Internet-Räubern, der phösen PC-Plattform, den phösen Treiberproblemen. Alle sind Schuld! Alle! *heulheulheul*

Nur nicht der Publisher, der den Entwicklern nicht genug Zeit gab, aus einem Spiel mit verdammt viel Potential ein sauberes Release zu machen. Oder der Entwickler, der seinen Code nicht in den Griff bekommt. Nein, nieeeemals!



Übrigens, was die Crashes betrifft, die angeblich nur Internet-Räubern unterlaufen sind, so muss ich Fitchy ein wenig korrigieren: Mein GEKAUFTES Exemplar von Titan Quest war in der Releasefassung ein unspielbarer Müll! Extremes Ruckeln! Abstürze, die Savegames zerstört haben. Miserabelste Performance. TQ hatte zu Recht und vollkommen verdient den schlechten Ruf weg, den Fitchy hier beklagt. Und als man nach einigen Patches das Spiel endlich gut und ordentlich spielbar gemacht hatte, machte man mit dem Addon wieder einiges kaputt, ohne dies jemals zu fixen.

Aber all das spielt keine Rolle, die anderen sind Schuld. Wie immer!

PS: Man kann sich allerdings auch selbstkritisch, offen und ehrlich den eigenen Fehlern stellen. Was den Vorteil hat, dass man es beim nächsten Mal nämlich besser (!) machen kann ...

Montag, 28. Januar 2008

Linktip - GamersGlobal

Das Mitmach-Web 2.0 ist nun endgültig auch im Spielebereich angekommen. Mit all seinen Vorteilen und Nachteilen.

Gestern bin ich beim ziellosen Herumsurfen zwischen diversen Wahlkampfabendberichterstattungen auf "GamersGlobal" gestoßen. "GamersGlobal" soll eine Art Mitmach-Newsseite zu allen möglichen, videospiele-relevanten Themen sein. Verdiente Mitglieder können selbst Beiträge einfügen und editieren. "Verdienst" erringt man mit Punkten, die es anfänglich nur für's Kommentieren gibt, bis man mehr Rechte erhält und darüber noch mehr Punkte verdienen kann. Ob dies einen einigermaßen effektiven Schutz gegen den für diese Art Projekt leider unvermeidbaren Artikel-Vandalismus darstellt, wird sich erst zeigen müssen. Und ob es so attraktiv ist, News zu lesen, die es bereits milliardenfach an anderer Stelle im Netz gibt ... nu ja.

Deswegen will ich aber gar nicht auf diese Seite verweisen. Grund für diesen Linktip sind die anderen Inhalte der Seite. Die Specials. Denn hinter "Gamers Global" steht ein gewisser Jörg Langer, den der eine oder andere als Gründungsmitglied und ehem. Chefred der Gamestar kennen dürfte. Zwar erinnert mich das aktuelle Special geradezu frappierend an einen anderen Beitrag, aber hey, ... zwei Dumme, ein Gedanke! :) Nein, wirklich lesenswert sind zB. die Interviews, die Jörg Langer mit diversen Größen der Szene geführt hat. Interviews, die man mit Sicherheit auf absehbare Zeit bei mir NICHT vorfinden wird.

Viel gibt es zwar noch nicht zu sehen (die Seite ist erst seit letzten Sommer online), aber diesen Linktip verstehe ich auch eher als Hinweis auf "Things to come". Mal schauen, wie sich diese Seite noch entwickeln wird. Alles, was den Tod der käuflichen Print-Vertreter beschleunigt, ist zu begrüßen :)

Donnerstag, 3. Januar 2008

The Hidden Giant - Martin Ganteföhr

Auch wenn ich gerne und ausgiebigst über deutsche Entwickler im Allgemeinen wie im Speziellen ablästere, so gibt es keine Regel ohne Ausnahme.

An dieser Stelle sollte eigentlich schon vor einer Weile ein kleines Portrait eines der verkannten, kleinen "Genies" stehen, das hier in unserem verbiesterten und pohfeligen Deutschland unverdrossen der Welt zeigt, wie man Geschichten im Medium "Computerspiel" erzählt. Weit ausschweifend und etwas genauer auf seine bisherigen Titel eingehend, wollte ich zeigen, dass Martin Ganteföhr meiner Meinung nach als einer der wenigen Leute in der hiesigen Szene das Medium wirklich verstanden hat, weil er als kreativer Künstler damit umgeht und nicht als rein logisch und mechanisch denkender Ingenieur.

Doch was wäre besser, als ihn zu diesen und anderen Themen selbst zu Wort kommen zu lassen?

Und daher verweise ich nur zu gerne auf ein hochinteressantes Interview, welches kürzlich bei Telepolis zulesen war. Lesebefehl!

Doch, halt ... da gibt es noch etwas, was ich persönlich hinzufügen möchte:
Wenn es etwas gäbe, dass ich mir für die deutsche Entwicklerszene wünschen würde, dann wäre das ein Venture Capital-Geber für "The House of Tales", damit sich Martin Ganteföhr ENDLICH jemanden leisten kann, der aus seinen brillianten Vorlagen und Settings auch ein adäquates Spiel macht. Denn auf so Dinge wie Rätsel- oder Interfacedesign legt der Gute weniger wert, da es ihm im Grunde nur darauf ankommt, eine Geschichte zu erzählen.

Nun, das kann er zwar hervorragend, doch alle seine Werke leiden zT. ganz erheblich unter unlogischen, holprigen und unnötig aufgeblähten Rätseln, sowie einem oftmals kruden Interface, so dass sie als Spiel nur den harten Fans zu empfehlen sind. Dass er an solchen Dingen einfach kein Interesse hat, gibt er im Interview schliesslich selber zu. Auch "Overclocked" hat wieder diverse, hmmm, Schlampereien aufzuweisen. Es wird zwar von Spiel zu Spiel besser, aber vergleicht man die Zugänglichkeit eines "Overclocked" mit der alter Adventure-Klassiker wie zB. "Day of the Tentacle", so ist da noch ein weiter Weg zurückzulegen.

Oder es passiert ein kleines Wunder und Martin Ganteföhr arbeitet für sein nächstes Projekt zB. mit Deck13 zusammen, die mit den Ankh-Spielen gezeigt haben, dass Leichtigkeit und Zugänglichkeit kein Fremdwort mehr für deutsche Entwickler sein müssen.

Schau mer mal ...

Freitag, 20. April 2007

Seelenbruder ...

Warren Spector ist alter Sack! Ich liebe ihn! :)

Ein schönes Interview auf Golem.de, geführt von einem nicht ganz so alten, aber dennoch sehr erfahrenen Sack , Jörg Langer:

Warren Spector: Weg mit männlichen Machtphantasien

Ein kleiner Auszug ...

Jörg Langer: Wenn Sie 15 Jahre zurückblicken: War das eine bessere Zeit in Sachen Kreativität in der Spiele-Entwicklung?
Warren Spector: Irgendwann in den letzten beiden Jahren bin ich zu einem verbrämten alten Mann geworden, der ständig Dinge grummelt wie "früher war alles besser" ...

*hihi*